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21.04.2018

19:17

Temperatur 21,7 °C
Luftfeuchte 45 %
Taupunkt 9,2 °C
Luftdruck 1015,9 hPa
Windrichtung 17 °
N-NO
Windstärke 12,3 km/h
Windböen 17,7 km/h
Wind 10m Ø 9,1 km/h
Windchill 19,9 °C
Regen/Tag 0,0 l/m²

 


Aktuelle Wetterdaten

Wetterstation Aalbäumle 707 m über Normalnull
Samstag, 21. April 2018 19:17
Temperatur
21,7 °C
Luftdruck
1015,9 hPa
Wind
17 °
Luftfeuchtigkeit
45 %
Tendenz
-2,1 hPa/6hup down
Windstärke
12,3 km/h
Taupunkt
9,2 °C
Regen / 1/h
0,0 l/m²
Windböe
17,7 km/h
Windchill
19,9 °C
Regen / Tag
0,0 l/m²
Wind 10 Min Ø
9,1 km/h
Vorhersage - veränderlich -

Telefonabruf Wetterstation 0160-3282349

Aktuelle Wettervorhersage
Kamerasteuerung vorläufig defekt !

Wind u. Thermikprognose 19.4.18

Bodenwind:
VRB um 3 KT. Am Morgen Winddrehung auf Südwest mit 3 bis 6 KT, am Main aus Nordwest. Bis Mittag setzt sich im gesamten Vorhersagebereich Nordwestwind durch, dann mit 4 bis 8 KT und Böen bis 16 KT.

Höhenwind:
2000FT | 260/05KT 19C | 300/10KT 23C | 3000FT | 310/10KT 17C | 300/10KT 19C | 5000FT | 320/10KT 13C | 300/10KT 14C |

Thermik:
Gute Wolkenthermik FL060 bis FL080, an den Alpen bis FL100, über dem Flachland in Südbayern gebietsweise mäßige Blauthermik. Am Alpenrand und in den Alpen sind spätnachmittags einzelne Überentwicklung möglich. Thermikbeginn gegen 08 - 09 UTC.

Das Wetter in Aalen 20.4.18
Frühsommerlich warm und Sonne satt. In Aalen schieben sich kaum Wolken vor die Sonne, und die Temperaturen klettern am Tage auf 27 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 10 Grad. Der Wind säuselt leicht aus nordwestlichen Richtungen.

Wetterlage und -entwicklung:
Süddeutschland liegt im Einflussbereich eines Hochs mit Zentrum über den Britischen Inseln. Es verlagert sich im Tagesverlauf nach Norddeutschland. Dabei dreht die Strömung langsam auf West bis Nordwest und es sickert etwas feuchtere und kühlere Luft ein.


Alpenwetter:
Wetterseite des
Deutschen Alpenvereins


Skigebiete: Schwäbische Alb Ostalbskilift
Schneehöhen:Allgäu

 

"Planetenwetter" - Die Atmosphäre der Venus

Datum 20.04.2018

Unser Nachbarplanet Venus erscheint derzeit als strahlender "Abendstern" am Himmel im Westen. Heute sollen an dieser Stelle kurz die himmelsmechanischen Eigenschaften des Planeten sowie die Beschaffenheit der Venusatmosphäre skizziert werden.

Sternfreunde wissen es: die Venus ist mit einer scheinbaren Helligkeit von -3,9 mag (Magnitude - Maßeinheit für die Helligkeit von Himmelskörpern) so hell, dass sie derzeit in der frühen Abenddämmerung bereits lange vor allen anderen Sternen und Planeten sichtbar wird. Sie hält sich allerdings recht flach in westlicher Richtung am frühen Nachthimmel.

Venus wurde im Römischen Reich als Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit verehrt. Vielleicht ein Grund mehr, sich an dieser Stelle kurz mit den himmelsmechanischen Eigenschaften sowie der Gashülle unseres Abendsterns zu beschäftigen.

Nach Merkur ist Venus der innerste Planet (mittlerer Abstand von der Sonne etwa 108 Mio. km, vgl. Erde etwa 149 Mio. km) sowie der sechstgrößte unseres Planetensystems. Ihre Masse beträgt etwa 5 Quadrillionen kg (24 Nullen vor dem Komma!), das sind ungefähr 80 % der Masse der Erde. Sie hat also die gleiche Größenordnung wie die Erde (Durchmesser ca. 12104 km, vgl. Erde ungefähr 12742 km) und kommt auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne der Erdbahn am nächsten (minimal 38,3 Mio. km).

Neben Merkur ist Venus von der Erde aus gesehen einer der beiden unteren Planeten, sie revolutioniert innerhalb der Erdbahn in knapp 225 Erdentagen um die Sonne. Die Rotation um ihre eigene Achse dauert dagegen 243 Erdentage, so dass ein Venus-Tag länger ist als das Venus-Jahr. Da Venus als unterer Planet ggf. nur morgens und abends, niemals aber gegen Mitternacht sichtbar ist, nennt man sie auch Morgen- bzw. Abendstern. Venus ist nach dem Mond der zweithellste natürliche Körper am Nachthimmel.

Die Atmosphäre der Venus besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid sowie 3,5 % Stickstoff. Weitere Bestandteile sind Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Wasserdampf. Die Edelgase Argon, Helium und Neon sind in Spuren enthalten. Die Masse der Venus-Atmosphäre entspricht etwa dem 90-fachen der Masse der Erdatmosphäre. Daher beträgt bei einer ähnlichen Schwerebeschleunigung wie auf der Erde der Gasdruck im Bodenniveau mehr als 90 000 hPa. Dieser Druck herrscht auf der Erde in etwa 900 m Meerestiefe. Die vertikale Höhe der Venus-Atmosphäre beträgt ca. 250 km, 90 % ihrer Masse konzentrieren sich auf die rund 28 km mächtige, stark dunstige Schicht unmittelbar über der Venus-Oberfläche ("Troposphäre").

In einer Höhe von etwa 50 km befindet sich eine ca. 20 km dicke, stets geschlossene Wolkendecke. Sie besteht zu 75 % aus Schwefelsäuretröpfchen, außerdem aus chlor- und phosphorhaltigen Aerosolen sowie möglicherweise auch aus Schwefelbeimengungen. Die undurchsichtige Venus-Atmosphäre reflektiert ca. 76 % der einfallenden Sonnenstrahlung, nur 2 % erreichen die Oberfläche, der Rest wird absorbiert. Die Nähe zur Sonne und der starke Treibhauseffekt bewirken Temperaturen um 465 °C.

Im Aufriss betrachtet bildet die Atmosphäre der Venus eine einzige Konvektionszelle (die Erde hat drei), d.h. in der am stärksten bestrahlten Äquatorzone steigen erhitzte Gasmassen auf, fließen in höheren Schichten unter Abkühlung polwärts, sinken zu Boden und strömen äquatorwärts zurück. Die höchsten Wolkenschichten in der Äquatorregion bewegen sich mit Geschwindigkeiten von ca. 360 km/h in Rotationsrichtung und umrunden die Venus in ca. vier Erdentagen. Die Ursache dieses "Superrotation" genannten Effekts ist bisher noch unbekannt.

Die Abbildung unten zeigt die Raumsonde "Venus Express" der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) beim Flug durch die Venus-Atmosphäre sowie ein vertikales Temperaturprofil mit den Schichten der Venus-Atmosphäre. Während unsere Erde als "blauer Planet" bekannt ist, erscheint die Venus braun-orange. Der vertikale Temperaturverlauf in der Atmosphäre der Venus zeichnet sich durch eine markante Temperaturinversion bei etwa 90 km Höhe aus.

"Hoch Mitteleuropa"

Datum 18.04.2018

Derzeit dominiert das Hochdruckgebiet NORBERT unser Wetter. Neben viel Sonnenschein und verbreitet sommerlichen Tageshöchsttemperaturen im Binnenland sei als kleiner Schönheitsfehler auf die Sonnenbrandgefahr hingewiesen. Auch sind die Nächte noch kalt und in ungünstigen Lagen können Spätfröste auftreten.

Der Jahresverlauf der Witterung in Mitteleuropa besteht aus einer Folge typischer Wettersituationen, den "Großwetterlagen". Diese ergeben sich aus weiträumigen Luftdruckverteilungen und den daraus resultierenden Strömungsmustern in Bodennähe, sowie auch in den darüber liegenden Luftschichten.

Das Wetter selbst wird außerdem durch die Eigenschaften der in die Zirkulation einbezogenen Luftmassen dominiert. Es kann während der Andauer einer Großwetterlage an einzelnen Orten innerhalb des betrachteten Gebietes durchaus wechseln, der allgemeine Witterungscharakter bleibt jedoch erhalten.

Die meteorologische Teildisziplin, die sich u. a. mit den Großwetterlagen befasst, nennt sich "synoptische Klimatologie". Nach deren Regeln muss eine Wettersituation in Mitteleuropa mindestens drei Tage andauern, um als eigenständige Großwetterlage betrachtet werden zu können. Die Klassifizierung von Großwetterlagen ermöglicht eine systematische qualitative Beschreibung des Ablaufes von Wetter, Witterung und Klima.

Etwa seit Montagabend und voraussichtlich bis Freitag bestimmt in den unteren Atmosphärenschichten ein beständiges Hochdruckgebiet namens NORBERT unser Wetter, so dass sich die Charakterisierung der Großwetterlage als "Hoch Mitteleuropa" (wissenschaftliche Abkürzung "HM") anbietet. In der mittleren und höheren Troposphäre wird diese "Antizyklone" durch einen vom Maghreb bis nach Skandinavien aufragenden "Geopotentialrücken" gestützt, der absinkende Luftbewegung und damit Luftruckanstieg bzw. Luftdruckpersistenz im bodennahen Niveau bewirkt.

"Hoch Mitteleuropa" zählt zu den gemischten Zirkulationsformen, d.h. die zonale, also in West-Ost-Richtung verlaufende Strömungskomponente und der in Nord-Süd-Richtung orientierte, meridionale Anteil, liegen etwa in derselben Größenordnung. Dabei sind in Mitteleuropa die Luftdruckgegensätze bzw. Geopotentialgradienten üblicherweise eher schwach.

Bei Hochdruckeinfluss sorgen absinkende Luftbewegung und damit "adiabatische" Erwärmung der Luftmassen tendenziell für eine Auflösung der Bewölkung. So kann die Mitte April bereits hoch am Himmel stehende Sonne intensiv scheinen und die bodennahen Luftschichten z.T. kräftig erwärmen, wobei die von der atmosphärischen Grundschicht ausgehende Konvektion infolge thermischen Aufsteigens der Luft durch die Absinkbewegung weitgehend eliminiert wird. Hoch Mitteleuropa sorgt also im Frühjahr und im Sommer stets für intensiven Sonnenschein.

Daher ist es kein Wunder, dass in der zweiten Hälfte dieser Woche im Binnenland vielerorts sommerliche Tageshöchsttemperaturen von mehr als 25 °C und am Freitag im Südwesten vielleicht sogar 30 °C erreicht werden können. Aber Obacht! In der vergleichsweise trockenen Luftmasse wird die intensive Sonnenstrahlung nur wenig gedämpft und führt bei intensiver Exposition der nach dem Winter sonnenentwöhnten Haut rasch zum Sonnenbrand. Auch macht eine Schwalbe noch keinen Sommer - die Nächte sind nach wie vor kalt und in ungünstigen Lagen sind Nachtfröste immer noch ein Thema. Aber was soll´s - genießen wir einfach die Sonne...

In der Abbildung hinter www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/04/18.html finden Sie oben vom amerikanischen Vorhersagemodell GFS für Freitag, den 20.04.2018, 00:00 Uhr UTC, berechnete Prognosen der geopotentiellen Höhe der die mittlere Troposphäre repräsentierenden 500-hPa-Hauptdruckfläche (schwarze Isopotentialen, Maßeinheit geopotentielle Dekameter, [gpdam]), des Bodendruckfeldes (weiße Isobaren in Hektopascal [hPa]) sowie der die Schichtdicke der unteren Troposphäre kennzeichnenden "relativen Topographie" H500-H1000 gpdam. Darunter wird für denselben Termin eine vom DWD für die Luftfahrt herausgegebene, selbsterklärende Prognosekarte des nordatlantisch-europäischen Raumes gezeigt.

Der Sommer im April - Hoch Norbert heizt ein!

Datum 17.04.2018

Hoch Norbert bringt Deutschland den Sommer! Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad und viel Sonnenschein laden zu einem Biergartenbesuch ein. Der Temperaturüberschuss des Aprils steigt damit weiter.

Hoch "Norbert" nistet sich allmählich über Nordostdeutschland ein und heizt das Land ordentlich auf. Hilfe bekommt "Norbert" dabei von einem großräumigen und kräftigen Tiefdruckwirbel auf dem Nordostatlantik, auf dessen Vorderseite warme Luft aus südlichen Gefilden nach Norden transportiert wird. Da weite Teile von Deutschland auf der Westseite von Hoch "Norbert" liegen, wird das Land von Südwesten und Westen her fast komplett von der subtropischen Luft geflutet. Durch absinkende und sich dabei erwärmende Luft im Hoch lösen sich zudem verbreitet die Wolken auf, sodass die Sonne nahezu ungehindert scheinen kann. Bis Freitag dominiert Hoch "Norbert" so das Wetter in Deutschland. Sonnenschein und subtropische Luft zusammen sorgen dabei für einen Anstieg der Temperatur bis zur 30-Grad-Marke. Im Lee der Berge, vor allem im Westen und Südwesten, kann die Grenze zum heißen Tag (30°C) regional sogar etwas übertroffen werden. Insbesondere am Freitag sind verbreitet sommerliche Höchstwerte von über 25 Grad zu erwarten. Nachts sinken die Temperaturen zwar kräftig ab, bleiben aber mit Werten zwischen 13 und 3 Grad deutlich im frostfreien Bereich.

Ein Vergleich mit dem vieljährigen Mittel zeigt, wie ungewöhnlich die anstehenden Temperaturen sind. In Deutschland liegt das Apriltagesmittel bei etwa 7,3 Grad, für NRW sind beispielsweise 7,8 Grad und für Baden-Württemberg 7,6 Grad notiert. Allein die Tiefstwerte übersteigen somit in den genannten Regionen teilweise den Mittelwert. Die höchste bisher gemessene Maximaltemperatur eines Apriltages im Netz des DWD von 32,9 Grad in Kitzingen und Bad Mergentheim aus dem Jahre 2012 wird aber wahrscheinlich nicht erreicht. Allerdings wird der Monatsüberschuss der Temperatur weiter ausgebaut. Bis zum 16. April lag die Mitteltemperatur über alle Stationen in Deutschland bei 10,5 Grad, sodass sich der April etwa zur Halbzeit schon über 3 Grad wärmer als im Durchschnitt zeigt. In Erfurt liegen die positiven Abweichungen bei etwa 4,1 Grad. Auf dem Brocken ist der April sogar schon 4,9 Grad zu warm. Lediglich die Küstengebiete wehren sich noch gegen die Aprilwärme. Auflandiger Wind von der kühlen See lässt die Temperaturen nur allmählich auf Touren kommen. Auf der Insel Helgoland liegt der April zur Halbzeit somit voll im Aprilmittel. Bei den derzeitigen Temperaturprognosen sollten jedoch auch auf Helgoland nun positive Temperaturabweichungen Einzug halten. Im Rest des Landes nimmt der Wärmeüberschuss des Aprils weiter zu, sodass dieser wohl deutlich zu warm ausfällt.

Erst zum Wochenende schwächelt Hoch "Norbert" etwas und verlagert seinen Schwerpunkt nach Osten. Die Lücke soll dann vorübergehend ein schwacher Tiefausläufer finden, der ein paar dichtere Wolkenfelder im Gepäck hat, aber kaum oder keinen Regen bringt. Durch eine Winddrehung auf Nord kann es jedoch an den Alpen zu leichten Stauniederschlägen kommen. Zudem gehen die Höchsttemperaturen auf Werte meist zwischen 15 und 25 Grad zurück.

Sonnenwucht!

Datum 16.04.2018

Sehr sonnige und warme Tage stehen ins Haus. Das wird viele Menschen nach draußen in die Natur locken. Wer dort aber nicht Acht gibt, fängt sich rasch einen Sonnenbrand ein!

Nach dem "Raketenstart" in den Frühling Anfang April mit viel Wärme und Sonnenschein (siehe Thema des Tages vom 03.04.2018 unter https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/4/3.html) legt das Frühlingswetter nach einer kurzen Verschnaufpause nun noch eine Schippe drauf und "verwöhnt" uns in dieser Woche mit hohen Temperaturen bis lokal nahe 30 Grad und Sonnenschein ohne Ende. Wer dann nach draußen geht, muss aber aufpassen: Es droht ein schmerzhafter Sonnenbrand!

Die Sonnenbrandgefahr ist jetzt gerade deshalb erhöht, weil die meisten durch den sonnenscheinarmen Winter und den wenig frühlingshaften März noch eine ungebräunte Haut haben. Immerhin erreicht der Sonnenstand Mitte April schon eine Höhe wie etwa Ende August! Mit jedem Tag wird der Sonnenstand nun höher und die Einstrahlung damit intensiver.

Beim Deutschen Wetterdienst wird die Sonnenbrandgefahr mithilfe des UV Gefahrenindex vorhergesagt. Der UV-Index wurde von der WHO (Weltorganisation für Gesundheit) und der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) eingeführt und soll die Bevölkerung vor Gefahren durch Sonnenstrahlung warnen. In Deutschland werden dabei Werte von 1 bis 10 erreicht, in den Tropen und Subtropen sind sogar Werte von 14 bis 16 möglich, in besonders hohen Lagen wie den Anden auch über 17.

Ein UV-Index-Wert von 0 bis 2 in Deutschland bedeutet, dass es keine oder nur eine geringe gesundheitliche Gefährdung gibt und Schutzmaßnahmen nicht erforderlich sind. Bei Werten von 3 bis 5 ist die Gefährdung mittel und Schutzmaßnahmen sind sehr empfehlenswert. Hemd, Sonnencreme und Sonnenbrille sind geeignete Mittel. Bei Werten von 6 bis 7 besteht eine hohe Gefahr und Schutzmaßnahmen sind erforderlich. Bei Werten von 8 bis 10 ist die Gefährdung sehr hoch und Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich. Ein UV-Index-Wert von 10 kommt bei uns jedoch nur in höheren Lagen der Alpen vor. Bei Werten über 11, die es bei uns nicht gibt, ist die Gefährdung extrem und Schutzmaßnahmen ein Muss.

Am heutigen Montag liegt der UV-Index in Deutschland bei zu erwartenden 3 bis 7 Stunden Sonnenschein bereits verbreitet bei Werten zwischen 3 und 5. Damit ist die Gefährdung mittel und Schutzmaßnahmen sehr empfehlenswert. Im Osten und Südosten werden bei meist vielen Wolken und nur 0 bis 3 Stunden Sonnenschein aber nur UV-Werte um 2 erreicht. Deshalb besteht dort nur eine geringe Gefahr, sodass keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Bis zur Wochenmitte steigt die Sonnenbrandgefahr bei dann 5 bis 11 Stunden Sonnenschein am Dienstag bzw. 9 bis 14 Stunden am Mittwoch immer mehr an. Verbreitet werden UV-Index-Werte von 4 bis 5 erreicht, gebietsweise auch schon 6 bis 7 (siehe dazu die Grafik zur Vorhersage des UV-Indexes in Deutschland für Montag bis Mittwoch, zu finden unter https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/4/16.html). Schutzmaßnahmen sind also sehr empfehlenswert, gebietsweise sogar erforderlich! Vor allem hinsichtlich einer nicht vorgebräunten Haut sollte angesichts der sich nun entfaltenden Wucht der Sonne verstärkt aufgepasst werden!

Das sehr sonnige und warme Wetter hält mindestens bis zum Freitag an, am Wochenende können ein paar mehr Wolken und vielleicht auch mal ein Schauer aufkommen. Aber auch dann heißt es immer noch aufpassen, sinken die UV-Index-Werte doch nur ein wenig ab.

Aktuelle Vorhersage des UV-Indexes und weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.dwd.de/uvindex. Unter https://www.dwd.de/DE/service/newsletter/newsletter_uv_node.html können Sie auch UV-Warnungen per E-Mail abonnieren.

Eröffnung der Gewittersaison

Datum 15.04.2018

Die Gewitter in der vergangenen Woche, die teils mit Sturmböen, heftigem Starkregen und Hagel auftraten, muteten schon fast sommerlich an. Aber wie entstehen sie denn eigentlich und müssen wir in den kommenden Tagen auch weiterhin mit ihnen rechnen?

Der meteorologische Frühling ist mittlerweile halb vorüber, denn am ersten Juni beginnt für uns Meteorologen der Sommer. Aber bereits in der vergangenen Woche konnte man anhand zahlreicher Gewitter mit Sturmböen, Starkregenfällen und Hagel sehen, welche Energie in unserer Atmosphäre steckt. Denn die Sonne kann schon richtig schön heizen. So gab es am vergangenen Wochenende mit Tageshöchstwerten von bis zu 27 Grad Celsius einen kleinen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Sommer.

Bei aller Vorfreude auf die warme Jahreszeit und die vielen möglichen Outdooraktivitäten steigt nun auch wieder die Gefahr kräftiger Gewitter. So sollte man bei längeren Aufenthalten im Freien vorab einen kurzen Blick auf die Wettervorhersage werfen. Werden Gewitter vorhergesagt, lohnt sich hin und wieder ein Blick in den Himmel sowie auf das Niederschlagsradar, um sich entwickelnde und ziehende Gewitterzellen erkennen zu können. Denn wird man in der Natur von einem kräftigen Gewitter überrascht, können Blitzschlag, Sturm- oder gar Orkanböen, heftiger Starkregen oder Hagel zur Gefahr für Leib und Leben werden.

Bei der Entstehung von Gewittern spielen mehrere Faktoren eine Rolle, was den zugrunde liegenden Mechanismus sehr kompliziert gestaltet. Grundsätzlich muss die Atmosphäre sehr feucht und energiegeladen sein. Des Weiteren wird ein Hebungsantrieb benötigt, der die energiereiche Luftmasse in die Höhe befördert. Die Hebung kann zum Beispiel dynamisch an einer Luftmassengrenze stattfinden oder aber die Luft wird an Gebirgen zum Aufsteigen gezwungen. Bei den sogenannten "Wärme- oder Hitzegewittern" heizt die Sonne die bodennahe, schwül-warme Luftmasse auf. Diese wird immer leichter, je wärmer sie wird, bis sie schließlich rasch in die Höhe aufsteigt.

Durch das rasante Aufsteigen im sogenannten Aufwindbereich wird die Luft schnell abgekühlt, sodass es zur Kondensation des Wasserdampfes und entsprechend zur Quellwolkenbildung kommt. Liegt ausreichend Energie vor, können sich die Quellwolken immer weiter auftürmen und zu einer hochreichenden Gewitterwolke, einem sogenannten Cumulonimbus, heranwachsen. Im Aufwindbereich werden dabei sehr viele Wassertröpfchen und Eispartikel mit Geschwindigkeiten von teils über 200 Stundenkilometern in eisige Höhen, zum Teil über 10 km, katapultiert, um anschließend wieder in Richtung Erde zu fallen. Auf ihrem Weg durch die Gewitterwolke stoßen sie dabei aneinander, wodurch es zu einer elektrischen Ladungstrennung innerhalb der Wolke kommt. So entstehen zum einen positive Ladungen, die sich im oberen Bereich der Wolke ansammeln, zum anderen konzentrieren sich negative Ladungen im unteren Teil. Die Spannungen sind dabei erheblich und können bis zu 1.000.000.000 Volt betragen. Erreicht der Ladungsunterschied einen kritischen Wert, entstehen Blitze, die die Spannungen wieder ausgleichen.

Und wie sieht es in den kommenden Tagen mit der Gewittergefahr aus? Am heutigen Sonntagnachmittag ist die Gewittergefahr sehr gering, nur im Westen und Norden, zum Abend hin auch im Schwarzwald können einzelne kurze Gewitter nicht ganz ausgeschlossen werden. In der Nacht zum Montag kommt dann im Südosten schauerartiger Regen auf, der auch mit einzelnen Gewittern durchsetzt sein kann.

Auch am Montag muss weiterhin mit Gewittern gerechnet werden. Während im Norden und der Mitte Deutschlands nur eine geringe Gefahr von Gewittern besteht (meist sollten sich die dort aufkommenden Schauer nicht elektrisch entladen), muss südöstlich einer Linie vom Bodensee über Franken bis zur Lausitz durchaus mit dem einen oder anderen Gewitter mit Starkregen gerechnet werden. In der Nacht zum Dienstag klingen die Schauer und Gewitter dann allmählich ab und nachfolgend stellt sich ruhiges und warmes Frühlingswetter ein.

"Zyklonale Südostlage"

Datum 14.04.2018

"Zyklonale", also tiefdruckdominierte Südostlagen sind typisch für das Klima in Mitteleuropa. Sie bringen allgemein unbeständiges Wetter mit Niederschlägen, die auch im Winter meist als Regen fallen und im Sommer von Gewittern begleitet werden.

Der Jahresverlauf der Witterung in Mitteleuropa besteht aus einer Folge typischer Wettersituationen, den "Großwetterlagen". Diese ergeben sich aus weiträumigen Luftdruckverteilungen und den daraus resultierenden Strömungsmustern in Bodennähe sowie auch in den darüber liegenden Luftschichten.

Das Wetter selbst wird außerdem durch die Eigenschaften der in die Zirkulation einbezogenen Luftmassen dominiert. Es kann während der Andauer einer Großwetterlage an einzelnen Orten innerhalb des betrachteten Gebietes durchaus wechseln, der allgemeine Witterungscharakter bleibt jedoch erhalten.

Seit Mitte vergangener Woche dominiert eine "zyklonale Südostlage" (wiss. Abkürzung SEz) unser Wetter. In der mittleren und höheren Troposphäre hat sich zwischen einem Geopotentialrücken über Fennoskandien und Nordrussland, also einer nordwärts vorgedrungenen Warmluftmasse mit hoher potentieller Energie, und einem langwelligen, bis zum Maghreb reichenden Trog mit hoch reichender, energiearmer Kaltluft, eine südliche bis südöstliche Höhenströmung eingestellt.

Südostlagen gehören zur "meridionalen Zirkulationsform", d.h. der in Süd-Nord-Richtung orientierte Anteil der troposphärischen Höhenströmung überwiegt gegenüber der Geschwindigkeitskomponente in West-Ost-Richtung. Da Mitteleuropa bislang unter Tiefdruckeinfluss stand, weist die vorliegende Wettersituation einen "zyklonalen" Charakter auf und die Isolinien auf den Wetterkarten sind in Richtung des hohen Luftdruckes bzw. Geopotentials gekrümmt.

Im korrespondierenden Bodendruckfeld lag Mitteleuropa am gestrigen Freitag, den 13. April 2018, an der Südwestflanke der mächtigen Antizyklone MARTIN über Fennoskandien und Nordrussland innerhalb einer flachen Tiefdruckrinne, wobei eine Luftmassengrenze kalte Luft über der Südwesthälfte Europas von einer durch das Hoch nordwestwärts beförderten Warmluftzunge trennte.

Ein kurzwelliger Troganteil zog im Tagesverlauf an der Vorderseite des Langwellentroges über Deutschland hinweg nordwärts, der so verursachte Hebungsantrieb bewirkte bodennah eine Intensivierung der Tiefdruckrinne, die mit ergiebigen und teils unwetterartigen Regenfällen vor allem in den mittleren Teilen Deutschlands einherging.

Der Schwerpunkt des Starkregens lag in der Südhälfte Hessens sowie in Franken, wo verbreitet mehr als 30 und gebietsweise über 40 Liter Regen pro Quadratmeter (= mm) innerhalb von zwölf Stunden bis gestern Abend 18:00 Uhr UTC fielen. Spitzenreiter im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes war die Station Heinrichsthal (Unterfranken, 450 m NHN) mit 43 mm. Interessanterweise waren diese Starkregenfälle im Übergangsbereich zwischen unterschiedlichen Luftmassen nicht von elektrischen Entladungen begleitet, dagegen gab es in der wärmeren Luft nordöstlich der Elbe einzelne markante Gewitter.

In der Abbildung hinter www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/04/14.html finden Sie oben vom amerikanischen Vorhersagemodell GFS für Freitag, den 13.04.2018, 12:00 Uhr UTC, berechnete Analysen der geopotentiellen Höhe der die mittlere Troposphäre repräsentierenden 500-hPa-Hauptdruckfläche (schwarze Isopotentialen, Maßeinheit geopotentielle Dekameter, [gpdam]), des Bodendruckfeldes (weiße Isobaren in Hektopascal [hPa]) sowie der die Schichtdicke der unteren Troposphäre kennzeichnenden "relativen Topographie" H500-H1000 gpdam. Darunter wird für denselben Termin die vom DWD manuell analysierte Bodenwetterkarte des nordatlantisch-europäischen Raumes gezeigt (sog. C-Format).

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In Aalen scheint die Sonne, begleitet von wenigen Wolken. Die Höchstwerte betragen zumeist 26 Grad, die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht 9 Grad. Der Wind weht schwach aus Ost.

 

 

 



 

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