www.webcam-aalen.de
  Startseite | Kontakt | Impressum  
  Kamerabild Aalbäumle  
  Aktuelles Webcambild  

Wetter
     Aktuelle Wetterdaten
     10-Minuten-Übersicht
     Wetterübersicht
     Min - Max Werte
     Schneehöhen
     Wetterlinks
Prognose
     Wind - Regen
     Frontenkarte
     Satellitenbilder
     Unwetterwarnung
Webcam
     Webcamsteuerung
     Webcaminfo
     Webcamlinks
     Fotogalerie
Freizeit
     Sport
     Kultur
     Erholung
     Gastronomie
     Übernachtung
Diverses
     Aktuelles
     Sponsoren
     Werbung

16.01.2018

08:18

Temperatur 3,7 °C
Luftfeuchte 92 %
Taupunkt 2,5 °C
Luftdruck 996,2 hPa
Windrichtung 212 °
S-SW
Windstärke 42,5 km/h
Windböen 57,9 km/h
Wind 10m Ø 40,1 km/h
Windchill -10,9 °C
Regen/Tag 1,5 l/m²

 


Aktuelle Wetterdaten

Wetterstation Aalbäumle 707 m über Normalnull
Dienstag, 16. Januar 2018 08:19
Temperatur
3,8 °C
Luftdruck
996,0 hPa
Wind
221 °
Luftfeuchtigkeit
91 %
Tendenz
-3,8 hPa/6hup down
Windstärke
49,4 km/h
Taupunkt
2,5 °C
Regen / 1/h
0,4 l/m²
Windböe
61,2 km/h
Windchill
-11,8 °C
Regen / Tag
1,5 l/m²
Wind 10 Min Ø
42,1 km/h
Vorhersage - Regen+veränderlich -

Telefonabruf Wetterstation 0160-3282349

Aktuelle Wettervorhersage
Kamerasteuerung vorläufig defekt !

Wind u. Thermikprognose 15.1.18

Bodenwind:
Aus SE mit 3 bis 8 KT, Böen 5-15 KT. Die höheren Werte nördlich der Donau. Nachmittags auch südlich der Donau 5-7 KT, Böen bis 15 KT. In Föhnstrichen Süd um 8 KT, Böen bis 25 KT. Ab Mittag dreht entlang der Westgrenze des Gebietes auf S-SE mit 5-8 KT. Während der ersten Nachthälfte über Ostwürttemberg, dem westlichen Franken und Oberschwaben S-SW um 15 KT, Böen 25-35 KT. Im Laufe der Nacht setzt sich der kräftige Wind in ganz Nordbayern durch, Böen dann bis 40 KT. Nach Mitternacht erfasst der kräftige Südwestwind auch die Donauniederung.

Höhenwind:
2000FT | 120/05KT M00C | 160/15KT 04C | 3000FT | 220/10KT 01C | 220/10KT 04C | 5000FT | 250/20KT M02C | 260/30KT M01C |

Thermik:
keine

Das Wetter in Aalen 15.1.18

Am Vormittag verdecken zahlreiche dunkle Wolken den Blick zum blauen Himmel. Am Nachmittag dominieren Wolken, die Sonne befindet sich auf dem Rückzug, und die Temperaturen klettern am Tage auf 8 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 4 Grad. Der Wind weht nur schwach aus südwestlichen Richtungen.

Wetterbericht der nächsten Tage

Dienstag
Immer wieder ziemlich nass! In Aalen sorgen viele Wolken größtenteils für Regenfälle. Dabei werden während des Tages 6 Grad erreicht, nachts kühlt es dann bis auf 1 Grad ab. Der Wind bläst mäßig aus Südwest.

Mittwoch
Am Vormittag lassen zahllose Wolken Schneefälle zurück. Am Nachmittag sorgen mehr oder weniger dichte Wolken für lokale Schneeschauer. Dabei werden während des Tages 3 Grad erreicht, nachts kühlt es dann bis auf 0 Grad ab. Der Wind bläst mäßig bis frisch aus West.

Donnerstag
In Aalen gibt es viele Wolken, zeitweise Regenfälle, und die Temperaturen steigen am Tage auf 7 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 2 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch aus südwestlichen Richtungen.


Wetterlage und -entwicklung:
Das Frontensystem eines Orkantiefs bei Island verlagert sich südostwärts. Die Warmfront erreicht Unterfranken zu Beginn der Nacht. Über Südbayern ist es bis in die Nacht hinein noch föhnig, daher verlagert sich die Front nur langsam nach Südost. Nach Mitternacht erreicht die Warmfront die Alpen. Mit der Warmfront fließt mit zunehmend stürmischer Südwestströmung bodennah feuchte und etwas mildere Luft ein. Im Süden und Osten des Gebietes hält sich lange eine dünne Kaltluftschicht.

Alpenwetter:
Wetterseite des
Deutschen Alpenvereins


Skigebiete: Schwäbische Alb Ostalbskilift
Schneehöhen:Allgäu

 

Der Stau der Berge

Datum 15.01.2018

Regen, Schnee, Sturm, Gewitter und gebietsweise auch Glatteis - die neue Wetterwoche hat einiges zu bieten. Den Höhenpunkt gibt es am Donnerstag, wenn ein kräftiges Sturmtief gebietsweise auch im Flachland für Orkanböen sorgen wird.

Der Wochenbeginn ist meteorologisch gesehen zwar noch ruhig, doch das ändert sich zügig. Das nur noch heute wetterbestimmende Hochdruckgebiet BORCHERT verlagert nämlich seinen Randbereich sukzessive von Osteuropa weiter nach Russland und verliert damit an Einfluss auf das Wettergeschehen in Mitteleuropa. In den nächsten Tagen stehen dagegen Tiefausläufer im Mittelpunkt, die das Land von West nach Ost überqueren. Am Donnerstag gewinnt dann ein kräftiges Sturmtief an Relevanz. Einer abwechslungsreichen Wetterwoche steht daher nichts entgegen!

Bereits heute frischt der Wind von Westen her deutlich auf. Wind- und Sturmböen treten ab dem Nachmittag nicht nur auf den Bergen, sondern im Westen und Nordwesten zunehmend auch in tieferen Lagen und an der Küste auf. Mit dem Durchschwenken eines ersten Tiefausläufers ist auch einsetzender Niederschlag verbunden, wobei die Schneefallgrenze rasch in die Kammlagen der west- und südwestdeutschen Mittelgebirge ansteigen wird. Diese feuchte und eher milde Witterung hält besonders im Süden voraussichtlich bis in die Nacht zum Mittwoch an, bevor bei sinkenden Temperaturen zunehmend der Schnee in den Mittelpunkt rücken wird.

Bei einer solchen milden "Westwetterlage" kommt es bevorzugt in einigen Mittelgebirgen zu längeren Niederschlägen. In diesem Fall ist davon explizit der Schwarzwald betroffen. Dort ist die Überschreitung der DWD-Warnschwelle für Dauerregen (mehr als 30 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden) wahrscheinlich. Zudem muss man im Hinterkopf behalten, dass das letzte Hochwasserereignis an vielen Flüssen erst ein paar Tage in der Vergangenheit liegt. Die Wasserläufe sind zwar von den damals erreichten Pegelständen wieder etwas entfernt, doch kann es in den Regionen mit Dauerregen bei den gesättigten Böden vor allem an kleineren Flüssen und Bächen rasch zu einem Wiederanstieg der Wasserstände kommen.

Unsere Warnungen vor Dauerregen werden auf der Warnkarte in der Farbe "ocker" (Warnung vor markantem Wetter) dargestellt. Doch die Warnungen bestehen nicht nur aus der farblichen Codierung und einem Gültigkeitszeitraum, sondern auch aus einem informativen Textblock. Zum einen werden darin natürlich die erwarteten Niederschlagsmengen beschrieben, zum anderen taucht dort häufig auch der Begriff "Staulagen" auf. Ein solcher Warntext könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen: "Es werden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter erwartet. In Staulagen werden bis 60 Liter pro Quadratmeter erreicht." Doch was sind nun genau diese ominösen Staulagen?

Die Spezifikation einer "Staulage" ist immer in Bezug auf die Orographie zu verstehen. Typische Staulagen gibt es beispielsweise in den Mittelgebirgen oder besonders am Alpenrand. Berge haben nämlich allgemein die Eigenschaft, dass an deren Flanken die darauf zuströmende Luft zum Aufsteigen gezwungen wird. Damit wird der in der Luft vorhandene Wasserdampf in höhere Luftschichten transportiert. Dort ist die Luft aber normalerweise kälter und kann deutlich weniger Wasserdampf halten. Als Folge kommt es zum Abregnen des Niederschlags. Hält dieser Effekt über eine längere Zeit an, können erhebliche Niederschlagsmengen zusammenkommen. Normalerweise sind die Flüsse und die relevanten hydrologischen Bauten auf die dort typischen erhöhten Niederschlagsmengen ausgerichtet. Aber bei besonderen, langanhaltenden "nassen" Wetterlagen können auch dort die Möglichkeiten erschöpft sein. Durch diesen "Staueffekt" kommt es daher häufig zu einem starken Unterschied der Niederschlagsmenge zwischen Bergland und angrenzendem Flachland. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, werden diese Unterschiede in unseren Warnungen auch detailliert kommuniziert.

Zum Ende noch ein Update zum erwarteten Sturm am Donnerstag: Die Zugbahn des Sturmtiefs hat sich in den verschiedenen Modellen angeglichen. Wahrscheinlich zieht das Tief von der mittleren Nordsee über Dänemark in die Ostsee. Damit gelangt das gesamte Bundesgebiet in sein Sturmfeld, besonders im Norden und an der Küste sind Orkanböen möglich. Wir halten Sie natürlich auf unseren üblichen Informationswegen auf dem Laufenden.

ADAM und BORCHERT - ein kühles Gespann

Datum 11.01.2018

Die blockierenden Hochdruckgebiete ADAM und BORCHERT führen kalte Festlandsluft aus Osten in Teile Deutschlands. Der Westen und Süden des Landes befinden sich dagegen im meteorologischen "Niemandsland". Zu Wochenbeginn kommt dann wieder Schwung in die Wetterküche.

Die bodennahe Luftmassengrenze im Bereich der Elbe trennt immer noch milde Luft im Süden und Westen von etwas kälterer im Nordosten und sorgt so für eine Temperaturzweiteilung in Deutschland. Am gestrigen Mittwoch wurde dabei der Höhepunkt der Woche erreicht: Während das Quecksilber nordöstlich einer Linie Lübeck - Frankfurt/Oder die 5-Grad-Grenze nicht überschritt, wurde im restlichen Land punktuell sogar die 10-Grad-Marke durchbrochen.

Durch die blockierenden und sich noch etwas verstärkenden Hochdruckgebiete ADAM und BORCHERT, die sich von Skandinavien bis nach Südosteuropa erstrecken und Tiefdruckgebieten den typischen Weg Richtung Osten versperren, gelangt weiterhin mit einer östlichen Strömung kalte Festlandsluft in den Osten, die nun auch allmählich in die restlichen Landesteile einsickert. So steigt nicht nur nachts die Frostgefahr bis zum Wochenende sukzessive von Ost nach West, sondern auch tagsüber gerät der Nordosten am Samstag und Sonntag teilweise in leichten Dauerfrost.

Ansonsten hat die Wetterküche nicht allzu viel zu bieten: ADAM und BORCHERT nehmen bei ihrer Verstärkung Kontakt zu einem weiteren Hoch westlich der Iberischen Halbinsel auf und bauen so über die Färöer-Inseln hinweg eine Hochdruckbrücke auf. Insbesondere der Westen und Süden des Landes verbleiben bei weiterhin geringen Luftdruckgegensätzen im meteorologischen "Niemandsland". Durch die daraus resultierende fehlende Luftbewegung lösen sich die nächtlichen Nebelfelder in den kommenden Tagen nur zögerlich auf und es überwiegt starke, teils hochnebelartige Bewölkung. Ab und an fällt örtlich etwas Sprüh-/Nieselregen oder im Osten auch Schneegriesel, sodass es dort vorübergehend glatt werden kann. Wer auf der Suche nach Sonnenschein ist, wird am ehesten Richtung Südwesten fündig.

Trotz der relativ niedrigen Lufttemperaturen sehen in Deutschland die Chancen für einen winterlichen Witterungsabschnitt bis in tiefe Lagen weiterhin schlecht aus. Zu Wochenbeginn setzt sich dann im Westen wieder tiefer Luftdruck gegen das kühle Hochdruckgespann durch und es fließt zunehmend milde Atlantikluft in das Bundesgebiet ein. Mit der sich einstellenden kräftigen Westströmung wird es auch immer windiger (einige Wettermodelle weisen sogar auf eine potentielle Sturmlage hin) und wechselhafter. Schneefälle bis in tiefe Lage rücken damit zunächst in weite Ferne, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, können Wintereinbrüche noch bis in den April auftreten.

Eine festgefahrene Lage

Datum 09.01.2018

Weder Winterluft noch frühlingshafte Temperaturen können sich so recht bei uns durchsetzen. Warum das so ist, was das für Konsequenzen hat und wie es zukünftig weiter geht, ist im heutigen Thema des Tages zu lesen.

Zwei Schwergewichte stehen sich derzeit beim Wetter in Deutschland gegenüber. Da wäre zum einen das Hochdruckgebiet "Adam" mit einem Luftdruck von 1040 hPa, das von Südskandinavien langsam in Richtung Osteuropa wandert. Demgegenüber steht ein kräftiges Tief, dessen Luftdruck bei etwa 960 hPa liegt. Der Druckunterschied lag also heute Morgen immerhin bei beachtlichen 80 hPa! Über Deutschland können beide Schwergewichte ihren Einfluss ausüben, sodass sich beim Wetter eine Zweiteilung ergibt. So liegen der Norden und Osten in einer östlichen Strömung, wodurch bodennah kalte und vor allem sehr trockene Festlandsluft herangeführt wird. Charakterisiert ist die Luftmasse nicht nur durch frostige Minima, sondern vor allem auch durch einen niedrigen Taupunkt. Die Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt ist ein Maß für den Feuchtegehalt der Luft und diese ist im Nordosten deutlich größer als im Südwesten des Landes.

Im Tagesverlauf dreht mit Verlagerung des Hochdruckgebietes nach Osteuropa die Strömung stärker auf südöstliche Richtungen, sodass die bodennahe Kaltluft immer mehr nach Nordosten abgedrängt wird. Spannend wird es ab den Abendstunden im Grenzbereich zwischen Festlandskaltluft und der milderen Luft im Südwesten. Vor allem von der deutschen Modellkette wird etwas Niederschlag vorhergesagt. Durch das frostige Wetter der vergangenen Tage sind die Böden im Norden und Osten oft gefroren. Im Nordosten ist der Frost bis fast 10 cm in die Böden eingedrungen. Wenn nun ab dem Abend und in der Nacht auf Mittwoch im Nordosten Regen fällt, kann sich Glatteis mit erheblicher Glätte bilden. Allerdings ist das Auftreten des Niederschlags noch nicht in "trockenen Tüchern". Wie angesprochen ist die Luft im Nordosten sehr trocken und so gibt es auch Lösungen von anderen Wettermodellen, die kaum oder gar keinen Niederschlag vorhersagen. Somit bleibt abzuwarten, was am heutigen Dienstagabend tatsächlich passiert. Man sollte daher die Warnlage mit der WarnwetterApp oder unter www.dwd.de genau verfolgen.

Spannend bleibt auch, wie sich das Verhältnis der beiden Schwergewichte im weiteren Verlauf der Wetterwoche und darüber hinaus entwickelt. Zunächst einmal sind sich die Modelle einig, dass über Skandinavien bis zum Wochenende der Luftdruck wieder ansteigt. Als Folge wird der Einfluss des Atlantiks zurückdrängt und die Strömung dreht erneut auf östliche Richtungen. Damit werden auch wieder kältere Luftmassen nach Deutschland transportiert. Das Ergebnis ist eine erneute Zweiteilung mit einem noch milden Westen und Südwesten und deutlich kälteren Werten nördlich der Mittelgebirgsschwelle.

Wie es dann darüber hinaus weiter geht, wird von den verschiedenen Wettermodellen noch unterschiedlich gesehen. Allen ist aber gemein, dass im Verlauf der kommenden Woche der Atlantik wieder einen stärkeren Einfluss gewinnt, bei dem einem Modell mehr, bei dem anderen weniger.

Am Hin und Her sieht man, dass sich keines der beiden Schwergewichte so recht durchzusetzen vermag. Diese stationäre Lage kann man auf der gesamten Nordhalbkugel wiederfinden. Schaut man sich die Nordhemisphäre an, so lassen sich zwei riesige Kaltluftkörper erkennen. Einer liegt über dem asiatischen Festland, ein zweiter hat den nordamerikanischen Kontinent im Griff. Dazwischen werden warme Luftmassen über dem Atlantik und dem Pazifik weit nach Norden in Richtung Nordpol geführt.

Diese nordhemisphärische Grundkonstellation ist sehr stabil und erklärt auch die blockierende Situation sowohl über Mitteleuropa und Deutschland als auch in Nordamerika. Zwar setzt sich in den USA vorübergehend Tauwetter durch, der nächste massive Kaltluftvorstoß aus Kanada wird aber bereits für das kommende Wochenende anvisiert.

Während man also auf der anderen Seite des Atlantiks den Winter nicht so recht los wird, verbleiben wir in Deutschland im meteorologischen Niemandsland zwischen milden und kalten Luftmassen. Etwas Gute hat dies Situation immerhin: Es fällt kaum Regen und die Hochwassersituation entspannt sich.

Wie es mit dem Winter im "Glaskugelbereich" weiter geht bleibt abzuwarten. So lange sich an der quasistationären Lage allerdings nichts ändert, wird es schwierig. Die weitere Entwicklung bei uns hängt unter anderem mit der Situation in Nordamerika zusammen. Wie in vielen Bereichen des Lebens, ist auch die Atmosphäre und damit das Wettergeschehen auf der Nordhalbkugel miteinander vernetzt.

Die gefühlte Temperatur

Datum 08.01.2018

In Norddeutschland ist es derzeit sowohl nachts als auch tagsüber am kältesten. Gefühlt liegen die Temperaturen sogar noch tiefer. Wovon die "gefühlte Temperatur" abhängt und wann wir uns am wohlsten fühlen, erfahren Sie im heutigen Thema des Tages.

In der vergangenen Nacht gab es in der Norddeutschen Tiefebene verbreitet leichten bis mäßigen Frost, am kältesten war es in Barth mit -9,4 Grad. Und auch tagsüber schafft es das Quecksilber nur mühsam über die Nullgradmarke - Höchstwerte um 1 Grad stehen in Norddeutschland am heutigen Montag ins Haus, örtlich wird es wohl sogar nur für einen Eistag reichen. Angesichts des allmählich zunehmenden Ostwindes kommen einem diese Temperaturen trotz Sonnenscheins sogar noch kälter vor.

Der Wärmehaushalt des Menschen reagiert nicht nur auf die Lufttemperatur, sondern eben auch auf die Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Sonnenstrahlung sowie auf die Wärmestrahlung der Atmosphäre. Von entscheidender Bedeutung sind zudem der Aktivitätsgrad des Menschen und wie gut die Kleidung, die er trägt, isoliert.

Eine Möglichkeit, das Temperaturempfinden eines Menschen zu beschreiben, ist die "gefühlte Temperatur". Diese vergleicht die tatsächlich vorhandenen äußeren Bedingungen mit der Temperatur, die in einer Standardumgebung herrschen müsste, um ein identisches Wärme-, Behaglichkeits- oder Kältegefühl zu haben. Als Standard gilt dabei ein Bereich mit Schatten, in dem die Umgebungsflächen die gleiche Temperatur haben wie die Luft und in dem nur ein leichter Windzug von 0,2 Metern pro Sekunde herrscht. Zudem wird eine Aktivität des Menschen angenommen, bei der die gleiche Leistung erbracht wird wie beim Gehen mit vier Kilometern pro Stunde. Damit möglichst Behaglichkeit erreicht wird, kann der Mensch seine Kleidung stets an die vorherrschenden Bedingungen anpassen, wobei die Kleidung ein Spektrum zwischen sommerlich leicht und winterlich dick aufweist.

Im Deutschen Wetterdienst wird die gefühlte Temperatur mit dem sogenannten "Klima-Michel-Modell" berechnet, das den Wärmehaushalt eines Modellmenschen bewertet. Der "Klima-Michel" ist eine männliche Person mit einer Größe von 1,75 Metern, einem Gewicht von 75 Kilogramm und einem Alter von etwa 35 Jahren. Sein Wärmehaushalt ist im Wesentlichen von der Lufttemperatur, Luftfeuchte, Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit abhängig. So steigt die gefühlte Temperatur unter warm-sonnigen, feuchten und windschwachen Bedingungen viel schneller als die Lufttemperatur an. Bei angenehmen, milden und trockenen Bedingungen mit mäßigem Wind kann sie aber auch unter die Lufttemperatur absinken. Unter kalter, insbesondere windstarker äußerer Umwelt kann die gefühlte Temperatur um teils mehr als 15 °C unter der Lufttemperatur liegen. Sonne und Windstille können die gefühlte Temperatur hingegen über die Lufttemperatur klettern lassen.

Die gefühlte Temperatur lässt sich in eine physiologisch gerechte Bewertung des thermischen Empfindens "übersetzen". Eine gefühlte Temperatur zwischen 0 und +20 Grad empfinden wir als angenehm, man spricht daher auch vom "Behaglichkeits-" oder "Komfortbereich". Ist es kälter oder wärmer, leiden wir unter Kältestress bzw. Wärmebelastung (siehe Tabelle unter https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/1/8.html). Je weiter sich die gefühlte Temperatur vom Komfortbereich entfernt, umso stärker werden Herz, Kreislauf und periphere Gefäße belastet.

So muss unter sehr warmen Bedingungen das Herz eine höhere Leistung erbringen, da es viel durch Schweißverdunstung auf der Haut abgekühltes Blut umwälzen muss, um den Körperkern bei der für alle Organfunktionen optimalen Temperatur von ca. 37 °C zu halten. Da der Mensch aber kein Standardobjekt, sondern ein Individuum ist, kommt es individuell auch zu abweichenden Beurteilungen vom thermischen Komfort bzw. Diskomfort. Faktoren wie unterschiedliche Akklimatisation und auch genetische Adaption spielen dabei eine Rolle.

Schaut man auf die gefühlte Temperatur von heute früh 8 Uhr (siehe Grafik (1)), so liegen diese in Norddeutschland verbreitet unter -10, gebietsweise sogar unter -15 Grad, sodass unser "Michel" schwachen bis mäßigen Kältestress empfindet. Heute Mittag (Grafik (2)) wird es zwar gefühlt wärmer mit Werten um -9 Grad, vom Komfort ist man da aber auch noch ein ganzes Stück entfernt. In den nächsten Tagen macht die bereits im Süden Deutschlands lagernde milde Luft allmählich Raum nach Norden gut, im Nordosten bleibt es am längsten beim schwachen Kältestress.

Dauerregen- und Tauwetter-Update

Datum 05.01.2018

Das heutige Thema des Tages beschäftigt sich mit der weiterhin andauernden andauernden Dauerregen-und Tauwettersituation in Deutschland.

Für ein Abschlussstatement ist es noch etwas zu früh. Aber ein Zwischenfazit kann man schon mal ziehen. Bezüglich was? Bezüglich der Dauerregensituation in Teilen Deutschlands! Immerhin laufen die aktuellen Dauerregenwarnungen im Schwarzwald seit der Nacht zu Mittwoch und somit schon seit über 2 Tagen.

Einen Eindruck von den bisher gefallenen Niederschlagsmengen vermittelt die beigefügte Grafik. Sie zeigt die Niederschlagssummen der letzten 3 Tage bis zum heutigen Morgen um 07 Uhr MEZ. Dabei gilt es allerdings, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Denn die Daten, aus denen die flächige Verteilung des Niederschlags abgeleitet wurde, stammen aus dem Radarverbund des Deutschen Wetterdienstes, während die Zahlenwerte direkt aus dem DWD-Messnetz stammen. Die flächige Darstellung muss also nicht an jedem Ort exakt mit dem tatsächlich gefallenen Niederschlägen übereinstimmen.

Ein weiteres kleines Problem stellt die Farbabstufung dar. Während die Zahlen aus dem Messnetz ab einem Wert von 50 mm (Liter pro Quadratmeter) rot eingefärbt werden, geschieht dies bei den Radardaten erst ab einem Wert von 90 mm (Legende links). Aber trotz der Unterschiede: Die verschiedenen Quellen liefern qualitativ ein recht einheitliches Bild der Lage.

Und dieses Bild besagt, dass drei Regionen besonders von den Niederschlägen betroffen waren. Die erste reicht vom Dollart im Westen bis zur Ostsee und betrifft damit weite Bereiche der Küstenregionen. Dort sind verbreitet 30 bis 50mm Regen gefallen, die feinere Auflösung des Radars deutet in Ostfriesland, nordwestlich von Hamburg und südlich des Darß auch Mengen um 70 mm an, wobei es sich aber um "Radarfehler" (Bright-Band) handeln dürfte. Trotzdem: Klimatologisch betrachtet kommt man mit den bisher gefallenen Mengen schon recht nahe an das gesamte Niederschlagssoll des Januars heran, welches beispielsweise in Aurich (Ostfriesland) um 65 mm liegt.

Die zweite stark betroffene Region ist der westliche Mittelgebirgsbereich. So sind im betrachteten Zeitraum im saarländischen Tholey 68 mm gefallen, aber auch an anderen Stationen der Region wurden mehr als 50 mm Niederschlag beobachtet. Recht interessant für den detailverliebten Beobachter: Im Westen deutet sich an, dass die gemessenen Werte tendenziell etwas höher liegen als die aus den Radardaten abgeleiteten, während im Norden die Radardaten höhere Niederschläge liefern als die Messtöpfe. Ein Grund könnte in der Orografie liegen, die einerseits eine präzise Radarmessung erschwert, andererseits aber die räumliche Variabilität der Niederschlagsverteilung erhöht (Stichwort Stauniederschläge), was Abweichungen zwischen Radar und Messnetz wahrscheinlicher macht.

Die dritte und letzte Regen-Region ist der Süden. Verbreitet sind dort in den letzten 3 Tagen 30 bis 70 mm zusammen gekommen. Auch das reicht, ähnlich wie im Norden, normalerweise für einen ganzen Januar. Man könnte hier das Beispiel Augsburg herausgreifen, wo im Januar im vieljährigen Mittel etwa 45 mm Niederschlag üblich sind.

Will man Aussagen zum Tauwetter und den Abflussmengen treffen, wird die Lage noch etwas verzwickter. Denn einerseits ist zu Beginn einer Tauwettersituation nie wirklich klar, welche Wassermengen eigentlich in der Schneedecke stecken. Andererseits ist gerade im Süden die Schneefallgrenze in den letzten Tagen starken Schwankungen unterworfen gewesen. Dies bedeutet, dass wohl nicht nur Regen, sondern zumindest zwischenzeitlich auch Schnee gefallen ist - der nicht oder wiederum nur verzögert zum Abfluss kommt. Ein Beispiel hierfür dürften die 127 mm sein, die an der in Österreich auf 1100 Meter gelegenen Station Hinterhornbach (blauer Kasten) gemessen worden sind. Da dort zumindest zeitweise Schnee gefallen ist, wiedersprechen die hohen Niederschlagsmengen nicht zwangsläufig den avisierten Abflussmengen von bis zu 100 mm in der Region.

P.S.: Definitiv zu früh, selbst für ein Zwischenfazit, ist es, wenn man den Blick auf die Hochwassersituation wendet. Entsprechende, ständig aktualisierte Infos finden Sie unter www.hochwasserzentralen.de.

Deutschlandwetter im Jahr 2017:

Datum 03.01.2018

Die wärmsten, trockensten und sonnigsten Orte in Deutschland

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Jahr 2017*: 1. Platz: Köln-Stammheim (Nordrhein-Westfalen) 11,9 °C, Abweichung +1,1 Grad 2. Platz: Frankfurt am Main-Westend (Hessen) 11,8 °C, Abweichung +1,5 Grad 3. Platz: Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) 11,6 °C, Abweichung +1,3 Grad

Besonders kalte Orte im Jahr 2017*: 1. Platz: Carlsfeld (Sachsen) 5,9 °C, Abweichung +1,5 Grad 2. Platz: Zinnwald-Georgenfeld (Sachsen) 5,9 °C, Abweichung +1,6 Grad 3. Platz: Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 6,3 °C, Abweichung +1,4 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Jahr 2017**: 1. Platz: Balderschwang (Bayern) 2919,8 l/m², 119 Prozent 2. Platz: Ruhpolding-Seehaus (Bayern) 2713,9 l/m², 122 Prozent 3. Platz: Baiersbronn-Ruhestein (Baden-Württemberg) 2481,9 l/m², 124 Prozent

Besonders trockene Orte im Jahr 2017**: 1. Platz: Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) 477,3 l/m², 83 Prozent 2. Platz: Querfurt-Lodersleben (Sachsen-Anhalt) 490,6 l/m², 95 Prozent 3. Platz: Köthen/Anhalt (Sachsen-Anhalt) 493,7 l/m², 99 Prozent

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Jahr 2017**: 1. Platz: Leutkirch-Herlazhofen (Baden-Württemberg) 1980 Stunden, 113 Prozent 2. Platz: Rheinfelden (Baden-Württemberg) 1964 Stunden, 114 Prozent 3. Platz: Weihenstephan (Bayern) 1960 Stunden, 117 Prozent

Besonders sonnenscheinarme Orte im Jahr 2017**: 1. Platz: Braunlage (Niedersachsen) 1185 Stunden, 80 Prozent 2. Platz: Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 1213 Stunden, 90 Prozent 3. Platz: Alfeld (Niedersachsen) 1266 Stunden, 96 Prozent

oberhalb 920 m NN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

* Jahresmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Jahreswertes zum vieljährigen Jahreszeitmittelwert der jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Copyright DWD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

copyright wetter-aalen.de     email: kontakt _at_ wetter-aalen.de     Impressum