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23.08.2017

09:56

Temperatur 16,4 °C
Luftfeuchte 69 %
Taupunkt 10,7 °C
Luftdruck 1016,7 hPa
Windrichtung 153 °
S-SO
Windstärke 20,1 km/h
Windböen 24,1 km/h
Wind 10m Ø 22,6 km/h
Windchill 11,5 °C
Regen/Tag 0,0 l/m²

 


Aktuelle Wetterdaten

Wetterstation Aalbäumle 707 m über Normalnull
Mittwoch, 23. August 2017 09:56
Temperatur
16,4 °C
Luftdruck
1016,7 hPa
Wind
153 °
Luftfeuchtigkeit
69 %
Tendenz
-0,2 hPa/6hup down
Windstärke
20,1 km/h
Taupunkt
10,7 °C
Regen / 1/h
0,0 l/m²
Windböe
24,1 km/h
Windchill
11,5 °C
Regen / Tag
0,0 l/m²
Wind 10 Min Ø
22,6 km/h
Vorhersage - veränderlich -

Telefonabruf Wetterstation 0160-3282349

Aktuelle Wettervorhersage


Wind u. Thermikprognose 23.8.17

Bodenwind:
Anfangs aus SE bis E mit 2-5 KT, oft auch Variabel 1-3 KT, Böen unter 10 KT. Am Vormittag weiterhin aus SE bis E 4-8 KT, in Oberschwaben auf SW drehend 5 KT. Mittags meist aus E bis SE mit 4-8 KT, Böen 10-15 KT, in Schwaben aus SW bis W 4-6 KT. Nachmittags über der Westhälfte Bayerns auf SW bis W drehend 4-6 KT, im Osten aus SE bis E. Am Abend meist SE 2-4 KT und Böen unter 10 KT. Im Südwesten Bayerns aus S bis SW 2-5 KT.


Höhenwind:
2000FT | 100/05KT 17C | 110/05KT 20C | 3000FT | 130/05KT 15C | 110/05KT 17C | 5000FT | 230/05KT 11C | 280/10KT 13C |
Thermik:

Wettervorhersage Aalen 23.8.17
Wettervorhersage für heute
Herrliches Ausflugswetter mit viel Sonnenschein. In Aalen befinden sich nur wenige dünne Wolken am Himmel, und die Temperaturen steigen am Tage auf 26 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 15 Grad. Der Wind säuselt nur leicht aus südlichen Richtungen.

Wetterbericht der nächsten Tage

Donnerstag
Herrliches Ausflugswetter mit viel Sonnenschein. Am Vormittag versteckt sich die Sonne gelegentlich hinter Wolken. Am Nachmittag verschleiern nur ab und an dünne Wolken den Himmel. Die Höchsttemperaturen betragen zumeist 26 Grad, die Tiefstwerte der kommenden Nacht 14 Grad. Der Wind weht schwach aus West.

Freitag
Sommer-Mix mit Sonne und Wolken. Am Vormittag scheint die Sonne ungestört aus einem wolkenlosen Himmel. Am Nachmittag stellt sich ein Wechsel aus Sonne und Wolken ein. Die Höchstwerte betragen zumeist 28 Grad, die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht 16 Grad. Der Wind weht nur leicht aus Südwest.

Samstag
In Aalen gibt es vielfach Sonnenschein, aber auch einige Wolken, und die Temperaturen steigen am Tage auf 30 Grad. Nachts gehen die Werte dann auf 17 Grad zurück. Der Wind säuselt nur leicht aus südwestlichen Richtungen.

Wetterlage:
Süddeutschland liegt unter dem Einfluss eines Hochdruckgebietes mit Schwerpunkt über Tschechien. Bodennah fließt mit östlicher Strömung trockene und mäßig warme Luft ein. In der Höhe driften mit nordwestlicher Höhenströmung Wolkenfelder einer schwachen Warmfront südostwärts.

Alpenwetter:
Wetterseite des Deutschen Alpenvereins


Skigebiete: Schwäbische Alb Ostalbskilift
Schneehöhen:Allgäu

 

 

Sonnenfinsternis

Datum 21.08.2017

Das Thema des Tages beleuchtet die heutige (21.08.2017) Sonnenfinsternis in den USA und die entsprechenden Wetterverhältnisse.

Am heutigen Montag, dem 21.08.2017, ist es wieder soweit. Alle, die fasziniert der Bewegung der Himmelskörper folgen, blicken gebannt in die USA. Denn dort kommt es heute zu einer totalen Sonnenfinsternis.

Eine Sonnenfinsternis kann man beobachten, wenn sich der Mond auf seiner Bahn um die Erde zwischen Erde und Sonne schiebt. Dabei unterscheidet man zwischen dem Kern- und dem Teilschatten. Während innerhalb des Kernschattens die Sonne vollständig verdeckt ist, sind im Bereich des Teilschattens noch mehr oder weniger große Teile der Sonne zu erkennen. Man spricht dann von einer partiellen Sonnenfinsternis.

Der Bereich des Teilschattens ist naturgemäß größer als der des Kernschattens. Dementsprechend kann die partielle Sonnenfinsternis in einem deutlich größeren Gebiet beobachtet werden, im heutigen Fall reicht dieses Gebiet von Südamerika bis nach Grönland. So zumindest die Theorie. In der Praxis wird insbesondere in den Randbereichen des Teilschattens mit bloßem Auge kaum eine Änderung der Strahlungsintensität zu beobachten sein, da der abgeschattete Teil der Sonne zu klein ist.

Anders sind die Bedingungen im Kernschatten, der vom Pazifik kommend gegen 17:20 Uhr Weltzeit (UTC) erst auf den Bundesstaat Oregon trifft, dann quer über die USA wandert um gegen 18:55 an der Küste von South Carolina den Atlantik zu erreichen (siehe Abbildung). In ihm ist die Sonne vollständig vom Mond verdeckt, mithin wird es dort "richtig" dunkel.

Sehr erfreulich für alle SoFi-Beobachter, die ja zum Teil aus aller Welt angereist sind: Das Wetter spielt mit! In den USA dominiert heute hoher Luftdruck das Wettergeschehen. Dabei reicht eine Hochdruckbrücke vom Nordpazifik bis zum Nordatlantik. Sie hält die Tiefdruckgebiete über Kanada in Schach und sorgt verbreitet für wolkenarmes Wetter. In der Abbildung ist auch der Bedeckungsgrad der tiefen und der mittelhohen Wolken angegeben, wobei vor allem die tiefen Wolken bei der Himmelsbeobachtung sehr störend sind. Aber: Abgesehen von dichteren Wolkenfeldern, die von den südlichen Great Plains bis nach Minnesota (westlich der Großen Seen) reichen, und abgesehen von ein paar Wolken im Gebiet der Appalachen, präsentiert sich der Himmel wolkenarm und damit bestens geeignet für alle SoFi-Fans.

Und damit heißt es jetzt: warten! Schon in wenigen Stunden werden unzählige Bilder der Sonnenfinsternis die sozialen Medien fluten. Mal schau'n, was die Fotografen vor Ort aus den günstigen Rahmenbedingungen "herausgeholt" haben werden.

P.S.: Selbst in Europa ist die (partielle) Sonnenfinsternis sichtbar, und zwar gegen Abend, beispielsweise auf den Britischen Inseln oder auf Island. Genauer gesagt: Sie wäre sichtbar, wenn das Wetter dort nicht wieder einmal "very britisch" wäre...

Badefreuden!?

Datum 20.08.2017

Der Sommer 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Wie dabei die aktuellen Badebedingungen aussehen, damit beschäftigt sich heute das Thema des Tages.

Der meteorologische Sommer 2017 tritt just heute in seine letzte Dekade ein. Aber das soll kein Anlass zum Lamentieren sein. Vielmehr bieten die kommenden Tage durchaus die Chance, noch einmal sommerlichen Aktivitäten zu frönen.

Das gilt insbesondere für den Süden unseres Landes, wo sich vom Atlantik her Hoch NILÜFER immer deutlicher bemerkbar macht. Das bedeutet bis einschließlich Donnerstag recht viel Sonne und allmählich ansteigende Temperaturen. Schon am kommenden Mittwoch soll am Oberrhein wieder die 30-Grad-Marke erreicht werden. Das macht nicht jeden glücklich, schließlich steigt damit auch die Wärmebelastung wieder an. Aber es dürfte für die Schüler in Bayern und Baden-Württemberg, die mitten in den Sommerferien stecken, eine große Freude sein.

Schließlich deutet sich damit Freibadwetter an, und auch der eine oder andere Badesee dürfte sich regen Zuspruchs erfreuen. Und das liegt nicht nur am Wetter, sondern auch an den Wassertemperaturen. Diese hängen zwar von vielen Faktoren ab, beispielsweise von der Tiefe des Sees oder seiner Durchmischung. Aber allgemein kann man feststellen, dass die Wassertemperaturen aufgrund der großen Wärmekapazität des Wassers zum Ende der Saison allgemein höher liegen als zu Saisonbeginn.

Und so haben fast alle größeren Badeseen inzwischen Temperaturen von mehr als 20 Grad erreicht. Im Süden gilt dies zum Beispiel für den Bodensee, den Schluchsee im Schwarzwald oder den Ammersee bei München, die alle mit etwa 21 Grad aufwarten können. Sie sind damit recht repräsentativ für die aktuellen Wassertemperaturen, und zwar nicht nur im Süden, sondern in ganz Deutschland. Dies belegt beispielsweise ein Blick in den Nordosten, wo der Ruppiner See bei Neuruppin oder die Müritz bei Waren auch gut 20 Grad aufweisen. Das reicht natürlich auch für ein paar Bahnen oder ein paar Sprünge ins erfrischende Nass. Allerdings muss in der Nordhälfte unseres Landes in den kommenden Tagen, egal bei welcher Outdoor-Aktivität, der Blick immer mal wieder zum Himmel gerichtet werden. Schließlich ziehen dort auch mal dichtere Wolken durch, die mitunter einen Schauer oder ein kurzes Gewitter bringen können.

Etwas schlechter sieht es mit entspannten Stunden am/im Wasser an Nord- und Ostsee aus, und das nicht nur wegen vereinzelter Schauer und Gewitter. Wassertemperaturen um 18 Grad (siehe Abbildung) sind zwar durchaus im Rahmen, bei Maxima der Lufttemperatur um 20 Grad fällt allerdings das Aufwärmen am Strand etwas schwer.

Das sollte am Mittelmeer kein Problem sein. Dort erreichen die Temperaturen in den kommenden Tagen sehr verbreitet Höchstwerte um, teils sogar deutlich über 30 Grad, wobei im Süden Spaniens mit fast 40 Grad die höchsten Werte erwartet werden. Dazu liegen die Wassertemperaturen um 25 Grad.

Allerdings kann da beim Baden kaum noch von Abkühlung gesprochen werden.

Tief KOLLE bringt reichlich Regen

Datum 18.08.2017

Das wechselhafte Sommerwetter setzt sich unter dem Einfluss von Tief KOLLE hierzulande weiter fort. Dabei kommt es zu teils kräftigen Regenfällen, die im Süden gebietsweise unwetterartig ausfallen können.

In den letzten Wochen gestaltete sich der Sommer in Deutschland eher unbeständig. Sonnige und heiße Hochdruckphasen waren meist nur von kurzer Dauer und wurden rasch von Tiefdruckeinfluss abgelöst, meist in Verbindung mit kräftigen Gewittern oder teils länger anhaltenden Regenfällen.

Folglich fiel der vergangene Juli deutschlandweit im Mittel überdurchschnittlich nass aus und auch der August erwies sich bislang in einigen Regionen Deutschlands als äußerst niederschlagsreich. Insbesondere in den mittleren Landesteilen fiel bereits mehr Regen, als nach dem langjährigen Mittel zu erwarten ist und dabei ist der Monat erst zur Hälfte vorüber.

So wird sich sicherlich so mancher Urlauber hierzulande endlich einen Wetterumschwung hin zu beständigerem Wetter wünschen, schließlich befinden sich viele Bundesländer noch in den Schulferien. Zumindest am heutigen Freitag und zu Beginn des Wochenendes wird sich dieser Wunsch allerdings noch nicht erfüllen. Im Gegenteil, einige Gebiete erwartet erneut viel Regen.

Dafür sorgt das sehr umfangreiche Tiefdruckgebiet KOLLE, das derzeit weite Teile Nord- bzw. Nordwesteuropas überdeckt und dessen Einfluss bis nach Mitteleuropa reicht. Der Ausläufer des Tiefs verläuft heute Vormittag über den Nordwesten und Norden Deutschlands hinweg und wird sich im Tagesverlauf nur sehr zögerlich Richtung Süden verlagern. Dabei kommt es gebietsweise zu teils kräftigen und länger anhaltenden Regenfällen, wobei aus jetziger Sicht zwei Niederschlagsschwerpunkte zu erwarten sind.

Ein erster Schwerpunkt erstreckt sich heute tagsüber in einem breiten Streifen etwa von der Eifel und dem Rheinland über Südniedersachsen hinweg bis nach Mecklenburg-Vorpommern, wo gebietsweise 20 bis 35, lokal auch um 45 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden fallen können.

Ein zweiter Schwerpunkt entwickelt sich voraussichtlich über dem Südosten und Osten Deutschlands. Nach einem zunächst weitgehend sonnigen Tag bilden sich am Nachmittag und Abend in der noch warmen Luft einige kräftige Gewitter in Verbindung mit teils heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen. Mit Voranschreiten der Kaltfront ziehen sich die Niederschläge allmählich in den äußersten Süden und Südosten zurück. Dabei greifen am Abend zunächst aus den Alpen heraus weitere kräftige Gewitter auf das Alpenvorland über, die dann zu einem größeren Regengebiet zusammenwachsen und wodurch schließlich in der Nacht zum Samstag am Alpenrand und im Alpenvorland eine Dauerregenlage beginnt. Diese hält voraussichtlich bis Samstagmittag an, wobei weiterhin Gewitter eingelagert sein können. In dem genannten Zeitraum summieren sich dort die Niederschlagsmengen gebietsweise auf 25 bis 40 mm, am Alpenrand und im südlichen Alpenvorland auf 50 bis 70, in Staulagen bis 90 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 12 bis 18 Stunden. Vor allem in Verbindung mit Gewittern können aber auch in deutlich kürzerer Zeit hohe Niederschlagsmengen fallen. Als Folge muss vor allem in Teilen Südbayerns mit einem starken Anstieg einiger Flusspegel gerechnet werden. Im Laufe des Samstags wird sich der Regen abschwächen und zum Erliegen kommen.

In den anderen Landesteilen kann sich am Samstag schwacher Hochdruckeinfluss durchsetzen. Eitel Sonnenschein ist aber auch dort nicht zu erwarten, denn in der rückseitig der Kaltfront eingeflossenen kühleren Meeresluft bilden sich rasch wieder Quellwolken. Dabei muss vor allem im Nordwesten des Landes mit weiteren Schauern und mitunter kurzen Gewittern gerechnet werden.

Auch der Sonntag zeigt sich noch eher durchwachsen, wenngleich die Sonnenanteile insbesondere im Osten und Süden schon deutlich zunehmen. Erst zu Beginn der neuen Woche kann sich ein neues Hochdruckgebiet (voraussichtlicher Name NILÜFER) nachhaltig bei uns durchsetzen. Es sorgt dann nicht nur für sonniges und trockenes Wetter sondern auch für wieder ansteigende Temperaturen. Wie lange dieses Wetter anhält, ist allerdings noch unsicher.

Fällt der Bundesligastart ins Wasser?

Datum 16.08.2017

Die Prognosen zur Auftaktbegegnung Bayern München vs. Bayer Leverkusen sehen derzeit recht verregnet aus. Wieviel kommt runter oder besteht vielleicht doch noch die Hoffnung, dass es trocken bleibt?

Am kommenden Freitag, den 18.08.2017 hat das Warten der zahlreichen Fußballfans endlich ein Ende: Die Bundesliga startet mit der Auftaktpartie des Rekordmeisters FC Bayern München gegen Bayer 04 Leverkusen in ihre inzwischen 55. Saison. Die Sommerpause von insgesamt 13 Wochen wurde allerdings trotz ungeraden Jahres 2017 (keine WM/EM) durch die U21-EM, den Confed-Cup (beide mit Titelgewinn!) und die Europameisterschaft der Frauen versüßt.

Wenn der Präsident des Ligaverbandes (DFL) Dr. Reinhard Rauball am kommenden Freitag gegen 20 Uhr in der mit über 60000 Zuschauern sicherlich ausverkauften Münchner Allianz-Arena die neue Saison eröffnen wird, stehen die Chancen derzeit hoch, dass es (abermals) kräftig und länger anhaltend regnet. Die wechselhafte und überwiegend nasse Witterung der letzten Wochen setzt sich nämlich auch in den kommenden Tagen fort.

Dabei ist das Nass von oben aufgrund der jüngeren Vergangenheit alles andere als ungewohnt für beide Teams. Bereits beim Audi-Cup Anfang August in München schüttete es nahezu die komplette Spieldauer über heftig. In diesem Zusammenhang wurden am nur wenige Kilometer vom Stadion entfernten Münchener Flughafen im Norden der Stadt am 01. August zwischen 21 und 22 Uhr MESZ 19 Liter pro Quadratmeter registriert. Wettertechnisch ähnlich erging es Bayer Leverkusen in der ersten Runde des DFB-Pokals am vergangenen Freitag beim Spiel gegen den Karlsruher SC. Als technisch starke Mannschaften taten sich beide unter diesen Bedingungen schwer.

Grund für die Annahme einer aktuell eher pessimistischen Prognose ist eine nahezu stationäre Luftmassengrenze, die feucht-warme Luft über dem Süden Deutschlands von kühlerer Meeresluft im Nordwesten trennt (Höchstwerte in den kommenden Tagen 30 Grad in Bayern, 20 Grad an der Nordsee). Dabei zeichnet sich in den verschiedenen Höhen der Atmosphäre durchweg eine südwestliche Strömung ab, die kaum eine Verlagerung der Front ermöglicht - es fehlt schlichtweg eine Windkomponente senkrecht zum Frontverlauf. So simulieren die verschiedenen Wettermodelle in den späten Nachmittagsstunden des Freitags aus den Alpen heraus die Entstehung eines kräftigen Gewitterclusters. Dieser soll sich zunehmend nordostwärts auf das gesamte Alpenvorland ausweiten und damit auch München während des Spielbetriebs erfassen. Auch wenn bei derartigen Niederschlagsvorhersagen - insbesondere bezüglich Gewitterlagen und rund 60 Stunden im Voraus - noch reichlich Unschärfen bezüglich der zeitlichen und räumlichen Entwicklung bestehen, so ist nach aktuellem Stand bei einer Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent das Potential für gewittrige Starkregenfälle mit Mengen über 15 Litern pro Quadratmeter binnen einer Stunde während des Spiels erhöht. Immerhin zeigt die Berechnung des europäischen ECMWF-Modells, dass es aber auch durchaus noch trocken bleiben könnte. Eine Resthoffnung besteht also noch...

Zum Samstag könnte diese Entwicklung der Ausgangspunkt einer sehr markanten Dauerregenlage an den Alpen werden. Sollten sich derartige Hinweise verdichten, erfahren Sie es natürlich zeitnah über unsere Homepage oder die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes. Nach der Wetter- zum Abschluss noch eine Ergebnisvorhersage: Auf tiefem Boden gelingt den Leverkusenern ein Überraschungscoup und das Spiel endet 1:2 - zugegebenermaßen ein als Leverkusenfan stark subjektiv eingefärbter Tipp.

Eine kleine Hommage auf den Regen

Datum 14.08.2017

Regenwetter ist schlechtes Wetter? Für die meisten Menschen wohl schon. Dabei hat es der Regen eigentlich gar nicht verdient, so negativ abgestempelt zu werden. Ein Überzeugungsversuch...

Zum Wochenstart werden Sonnenfans endlich belohnt, denn sie wurden in der vergangenen Woche ganz schön auf die Geduldsprobe gestellt: Grau in grau zeigte sich oft der Himmel, mancherorts regnete es sogar tagelang. "Das ist gut für die Natur" sagen die einen - "und die Schlangen vor den Eisdielen sind kürzer" trösten sich die anderen. Aber so wirklich toll finden die meisten den Regen trotzdem nicht, vor allem nicht im Urlaub. Aber warum eigentlich? Viele Kinder lieben doch (noch) Regenwetter. Durch Pfützen zu springen und total durchnässt im Regen zu tollen ist für sie meist mit mehr Spaß und Glück verbunden als eitel "Sommer, Sonne, Sonnenschein". Aber wann hat sich das geändert? Wer hat uns Erwachsenen beigebracht, Regen wäre schlechtes Wetter?

Anstatt die Schultern hochzuziehen und missmutig zu werden, könnten wir das "miese Wetter" auch mal mit anderen Augen sehen; denn Regen ist ja nichts anderes als Leben spendendes Wasser, ohne das kein Leben auf der Erde möglich wäre. Eigentlich wäre das schon Grund genug, dem Regen etwas wohlgesonnener (warum eigentlich nicht "wohlgeregneter"?) gegenüber zu stehen. Aber es gibt weitere positive Aspekte, wie zum Beispiel, dass Regen verbindet. Etwa Wanderer, die in einer Hütte Unterschlupf suchen und zusammenrücken, wenn es draußen gießt. Regen erzeugt Nähe und nicht ohne Grund schüttet es in romantischen Filmszenen oft wie aus Eimern. Niederschlag verleiht Szenen etwas Besonderes, nicht nur etwas Düsteres, sondern auch etwas Sinnliches. Woody Allen schrieb einmal: "Wer sich meine Filme ansieht, wird feststellen, dass so gut wie nie die Sonne scheint, sondern der Himmel immer grau ist. Ich liebe es einfach, wenn es draußen regnerisch ist."

Und mal ehrlich: Würden wir uns noch über Sonnenschein freuen, wenn es jeden Tag sonnig wäre? Oft ist es ja gerade die Abwechslung, die reizvoll ist. Ohne Leid keine Freude. Ohne Arbeit kein Urlaub. Regen ist also gut für den Kontrast.

Wem das zu abgestumpft klingt, dem sei hinzugefügt, dass Regen außerdem schlau macht. Australische Forscher fanden heraus, dass Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit bei Regenwetter dreimal höher sind als bei Sonnenschein.

Und last but not least: Regen macht nicht nur schlau, sondern auch schön. Schon seit längerem gibt es die Theorie, dass Sprühregen gut für den Teint ist. Mittlerweile kann "frau" in Drogeriemärkten deshalb sogar kleine Sprühfläschchen mit Wasser kaufen, die dank geschickter Vermarktung teuer unter Namen wie "Eau de Mineral Rafraichissant" verkauft werden. Sparfüchse könnten da beim nächsten Nieselregen auch einfach das Gesicht gen Himmel richten.

Regenwetter hat also einen ganz eigenen Reiz, man muss ihn nur entdecken. Entdecken kann man bei Regen übrigens auch so einiges in der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt. Denn Kommunikationsdesignstudenten haben in Mainz flotte Vierzeiler, Kalauer und Zitate aus Liedtexten mit einer unsichtbaren Farbe auf die Gehwege gesprüht, die immer dann sichtbar werden, wenn es regnet. Die Texte sollen diejenigen, die dem Regen so gar nichts abgewinnen können, ein bisschen aufmuntern, überraschen und zum Nachdenken anregen.

Und wer nun immer noch nicht so wirklich von den guten Seiten des Regens überzeugt ist, dem sei mit auf den Weg gegeben, dass sich ja schlussendlich immer die alte und etwas banale Redewendung bewahrheitet: Auf Regen folgt Sonnenschein.

Nebel! - Ist denn schon Herbst?

Datum 13.08.2017

Nasse Böden, nächtliche Wolkenauflockerungen und kaum Wind - beste Voraussetzungen für die Nebelbildung! Das typisch herbstliche Phänomen schleicht sich nun auch in den August hinein.

Nach den länger anhaltenden Niederschlägen der vergangenen Tage gepaart mit Temperaturen, die wenig sommerlich waren, konnte der Eindruck entstehen, dass der Sommer geradewegs in den Frühherbst übergegangen ist. Zudem konnten sich in den letzten beiden Nächten häufiger erste dichtere Nebelfelder bilden. Vor allem in der kommenden Nacht sollte diese Wettererscheinung sogar recht verbreitet in Deutschland zu beobachten sein und für deutliche Sichteinschränkungen sorgen. Aber selbst aus meteorologischer Sicht, die den Herbst schon zum 1. September ausruft, befinden wir uns noch mitten im Sommer. Daher begeben wir uns diesbezüglich auf Spurensuche!

Zunächst muss allerdings geklärt werden, was überhaupt Nebel ist und wie dieser entsteht.

Nebel besteht aus kondensiertem Wasserdampf. Die dabei in der Luft schwebenden, gewöhnlich mikroskopisch kleinen Wassertröpfchen verringern die Sichtweite in der entsprechenden Luftschicht erheblich. Die Bezeichnung Nebel wird gewöhnlich dann verwendet, wenn die Sichtweite in Bodennähe unter einen Kilometer absinkt, wobei die relative Luftfeuchte nahe der Sättigung (100%) liegt.

Bei größeren Sichtweiten zwischen einem und acht Kilometern sowie einer relativen Luftfeuchte von 80 % und mehr wird üblicherweise die Bezeichnung feuchter Dunst benutzt. Nebel kann sich entweder bei Abkühlung der Lufttemperatur unter den Taupunkt (vgl. http://bit.ly/2wG9MNd), bei Zunahme des Wasserdampfes durch Verdunstung oder Mischung von feuchtwarmer mit kalter Luft bilden. Auch eine Kombination dieser Prozesse ist möglich.

Hieraus lassen sich folgende drei Nebeltypen ableiten, die in weitere Nebelarten unterteilt werden können:

1. Abkühlungsnebel Diese Nebelart entsteht durch Abkühlung der bodennahen Luftschicht unter den Taupunkt infolge nächtlicher Ausstrahlung des Erdbodens, oder Advektion (vgl. http://bit.ly/2vRxF76) von feuchtwarmer Luft über kalten Untergrund oder orographischer Hebung. Der Abkühlungsnebel lässt sich entsprechend in Strahlungsnebel (Bodennebel, Talnebel, Hochnebel), Advektionsnebel (Meernebel, Küsten-/ Seenebel) und orographischer Nebel (aufliegende Wolken) unterteilen.

2. Verdunstungsnebel (Dampfnebel) Diese Nebelart bildet sich häufig bei Verdunstung von Wasser eines warmen und sehr feuchten Untergrundes. Dabei wird die bodennahe Luftschicht mit Wasserdampf kräftig angereichert. Die damit verbundene Übersättigung dieser Luftschicht führt schließlich zur Kondensation (vgl. http://bit.ly/2vQKmiq) des Wasserdampfes. Zu dem Verdunstungsnebel gehören schließlich der Seerauch, der Meerrauch sowie der Flussrauch.

3. Mischungsnebel Diese Nebelart entsteht bei gleichzeitiger Abkühlung der Luft und Erhöhung des Wasserdampfgehaltes, vor allem im Bereich von Fronten, wo eine turbulente Durchmischung feuchtwarmer und kalter Luft stattfindet, die mit adiabatischer Abkühlung verbunden ist. Die Erhöhung des Feuchtegehalts der bodennahen Luftschicht erfolgt durch Verdunstung des frontalen Niederschlags. Typische Arten des Mischungsnebels sind demnach der Niederschlags- und Frontnebel.

Die derzeitig überwiegend auftretende Nebelart, die dem Sommer einen herbstlichen Anstrich verleiht, ist der sogenannte Bodennebel.

Für die Entstehung von diesem ist die nächtliche Auskühlung von wesentlicher Bedeutung. Allerdings wird für die Nebelbildung auch eine hohe Luftfeuchte benötigt. Beide Zutaten sind vor allem in der kommenden Nacht vorhanden. Aufgrund der Dauerniederschläge der vergangenen Tage ist der Boden triefend nass und kann somit ausreichend Feuchte für die Nebelbildung zur Verfügung stellen. Wenn nun auch noch die Wolkendecke aufreißt und der Boden stark auskühlen kann, steht dichtem Bodennebel kaum noch etwas entgegen. Lediglich stärkerer Wind, der die Luft durchmischt, kann ihn noch verhindern. Doch auch die Luftbewegungen halten sich in der Nacht auf Montag sowie auch in der Nacht auf Dienstag in weiten Teilen des Landes in Grenzen. Somit sind fast landesweit mehr oder weniger dichte Bodennebelfelder zu erwarten.

Normalerweise tritt im Herbst, also im Oktober und November, Bodennebel auf, wenn die bodennahen Luftschichten noch recht warm sind und vor allem nach Niederschlägen der Feuchtevorrat reichlich ist. Bekommt die Wolkendecke dann größere Lücken, können der Boden und nachfolgend auch die bodennahen Schichten, wie schon beschrieben, durch die Ausstrahlung rasch abkühlen. Die Luftfeuchte erreicht schließlich Sättigung und der Wasserdampf der Luft kondensiert. Je mehr Feuchte in der Luft ist und umso stärker der Boden auskühlen kann, desto mächtiger kann die Nebeldecke werden. Die Graphik zeigt die Nebelwahrscheinlichkeiten eines Modellprodukts für die Nacht auf Montag. Vor allem im Mittelgebirgsraum sowie im Südosten und Teilen des Nordens liegen demnach hohe Wahrscheinlichkeiten für Sichtweiten unter einem Kilometer vor. Ausschließen kann man örtlichen Bodennebel jedoch nahezu nirgends.

Für die Modelle ist die Nebelvorhersage jedoch weiterhin eine schwierige Aufgabe. Nebel ist häufig ein regionales Phänomen, mit nur einer geringen vertikalen Mächtigkeit (bis 200 m). Für eine Vorhersage von Nebel fehlt vielen Modellen die vertikale sowie teilweise auch horizontale Auflösung. Das neue Modell des DWD (ICON) verfügt im globalen Netz über eine horizontale Auflösung von 13 km, im regionalen Modus werden 6,5 km erreicht. In der Vertikalen ist die unterste Schicht etwa 50 m mächtig, die weiteren Schichten haben noch einen größeren Abstand. Eine weitere Schwierigkeit ist zusätzlich, dass Nebel ein Produkt verschiedener meteorologischer Parameter ist, welche ebenfalls in der Vorhersage einem Fehler (Bias) unterliegen. Besser sind in diesem Fall die hochaufgelösten Modelle wie beispielsweise das COSMO-DE. Diese haben meist eine horizontale Auflösung von 1 bis 3 km (C-DE 2,8 km) und verfügen auch vertikal teilweise über mehr Schichten im bodennahen Bereich. Dennoch bestehen bei der Nebelvorhersage noch einige Entwicklungsmöglichkeiten. Als Hilfsmittel dienen den Meteorologen im "Kürzestfristbereich" (vgl. http://bit.ly/2uCbOMT) auch Webcams und Satellitenbilder.

Aquaplaning

Datum 11.08.2017

Der Sommer mit seinen häufig auftretenden plötzlichen Wolkenbrüchen ist auch die Saison für Aquaplaning. Die meisten haben sicherlich - zumindest im Rahmen der Fahrschulausbildung - schon davon gehört, einige haben es vielleicht sogar schon einmal erlebt. Im heutigen Thema des Tages sollen sowohl seine Entstehung erklärt als auch Verhaltenstipps gegeben werden.

Aquaplaning (von lat. aqua - "Wasser" und lat./engl. planare/plane - "glätten, ebnen, gleiten") gehört mit zu den gefährlichsten Situationen, in die man als Autofahrer oder Motorradfahrer geraten kann. Damit Aquaplaning entsteht, muss es so stark oder langanhaltend regnen, dass das Wasser nicht von der Fahrbahn abfließen kann, sondern mehrere Millimeter hoch auf dieser steht und so große Pfützen oder "Seen" in Spurrinnen und Vertiefungen der Straße oder in Senken zwischen zwei Hügeln bildet. Wenn dann das vom heranrollenden Reifen verdrängte Wasser auf der Fahrbahn nicht schnell genug abfließen kann, schiebt sich das stehende Wasser wie ein Keil unter die Reifenaufstandsfläche der Vorderräder, mitunter sogar der Hinterräder (vgl. Abbildung). Dadurch verlieren die Räder den direkten Kontakt zur Straße, da sie die Wasserschicht nicht mehr durchdringen können. Dann können auch Lenk- und Bremskräfte nicht mehr oder kaum noch übertragen werden.

Für die Entstehung von Aquaplaning gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren:

Als erstes ist sicherlich die Geschwindigkeit zu nennen. Je höher diese ist, umso größer ist die Aquaplaninggefahr. Sie ist der einzige Faktor, den der Autofahrer bei Gefahr von Aquaplaning unmittelbar beeinflussen kann.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor, der im Endeffekt auch durch die meteorologischen Gegebenheiten (im Sinne von Niederschlagsmenge pro Zeiteinheit) determiniert wird, ist die Dicke des Wasserfilms, denn mit wachsender Höhe des Wasserfilms steigt die Aquaplaninggefahr.

Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Reifen. Je schlechter das Profil (Form und Tiefe) des Reifens und je breiter der Reifen ist, desto eher neigt er zu Aquaplaning. Aus fahrdynamischen Gesichtspunkten ist es besser, die Reifen mit dem besten Profil auf der Hinterachse zu montieren. Ebenso wirkt sich zu geringer Reifendruck negativ aus, da sich wegen der größeren Kontaktfläche der Anpressdruck des Reifens verringert und sich so ein Wasserkeil leichter unter die Reifenaufstandsfläche schieben kann. Zudem erschwert eine durch niedrigen Reifendruck bedingte Neigung der Aufstandsfläche nach innen das seitliche Verdrängen des Wassers.

Weiterhin haben Bauart und Belag der Fahrbahn, der Zustand der Stoßdämpfer und zu einem geringen Teil auch das Fahrzeuggewicht sowie die Lastverteilung auf Vorder- und Hinterräder einen Einfluss auf die Entstehung von Aquaplaning.

Falls einmal Aquaplaning auftritt, kann man durch relativ einfache Maßnahmen versuchen, die Folgen abzumildern. So sollte man nicht bremsen, da ein gebremstes Rad während des Aufschwimmens blockieren und den Wasserkeil nicht mehr überrollen kann. Dadurch wird die Aquaplaningphase nur verlängert und im Fall, dass das blockierte Rad wieder Bodenkontakt erhält, kann es zum Ausbrechen des Fahrzeugs kommen. Stattdessen sollte man den Fuß nur vom Gas nehmen und die Kupplung treten bzw. bei Automatik in den Leerlauf schalten. ESP, ABS und Allradantrieb können Aquaplaning nicht verhindern. Ersteres drosselt lediglich die Motorleistung auch gegen den Willen des Fahrers und trägt nach Aquaplaningende dazu bei, ggf. die Stabilität des Fahrzeugs wiederherzustellen. Weiterhin sollte man anstelle von starkem Gegenlenken das Lenkrad möglichst gerade halten und bei seitlichem Abdriften nur leicht gegenlenken.

Insbesondere dort, wo der Deutsche Wetterdienst vor Starkregen (ob nun mit oder ohne Gewitter) warnt, sollten Sie beim Fahren besondere Vorsicht walten lassen und Ihre Fahrweise der vor Ort herrschenden Situation anpassen. Dabei hilft es, nach größeren Wasseransammlungen auf der Straße und deutlichen Fahrspuren der vorausfahrenden Fahrzeuge Ausschau zu halten. Starkregen tritt häufig nur lokal eng begrenzt auf, sodass das Areal, das potenziell von Aquaplaning betroffen ist, oft nur relativ klein ist.

Surferwissen - Teil 4: Die "Land-Seewind-Zirkulation"

Datum 10.08.2017

Wer im Urlaub schon einmal gesurft ist, weiß, dass die "perfekte Welle" enorm vom Wetter abhängig ist. Dabei ist die Theorie, die hinter der Vorhersage solcher Meereswellen steckt, alles andere als einfach. Grund genug, die Wellenvorhersage für Surfer genauer anzuschauen.

Tiefdruckgebiete, die für "perfekte" Wellen zum Surfen von fundamentaler Bedeutung sind (man erinnere sich an Teil 1 dieser Themenreihe), entstehen nicht nur weit draußen über dem Ozean, sondern können sich auch in der Nähe einer Surfregion aufbauen. Darüber freuen sich die Wellenreiter normalerweise nicht, denn der mitunter stürmische Wind kann die ankommenden Wellen "zerblasen". Daher wünscht man sich zum Surfen idealerweise eine windschwache Hochdruckwetterlage, denn auch bei einer solchen kann sich lokal ein kleinräumiges Windsystem entwickeln, das besser als die sogenannte "Land-Seewind-Zirkulation" bekannt ist.

Bei der Land-Seewind-Zirkulation handelt es sich um ein thermisches Phänomen, das sich aus der unterschiedlichen Erwärmung bzw. Abkühlung von Land und Wasser ergibt. Die großräumige Wetterlage spielt dabei keine große Rolle, kann die lokale Zirkulation allerdings überlagern oder zum Erliegen bringen. Entsprechend findet man dieses Windsystem meist an Meeresküsten oder auch an größeren Binnenseen.

Die Entstehung der Land-Seewind-Zirkulation ist auf die unterschiedliche Wärmekapazität von Land und Wasser zurückzuführen. Aufgrund der geringeren Wärmekapazität erwärmt sich der Erdboden um ein Vielfaches schneller als die Wasseroberfläche. Um beispielsweise Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen, wird fast fünfmal so viel Energie benötigt, wie es für Sand nötig wäre. Erwärmt sich die Landfläche tagsüber durch die Sonneneinstrahlung, kann die sich über dem Erdboden befindliche, aufgeheizte Luft aufgrund ihrer geringeren Dichte aufsteigen. Dadurch entsteht am Boden ein Mangel an Luftmolekülen, also ein lokales, kleinräumiges Tiefdruckgebiet. Um dieses Defizit auszugleichen, erfolgt eine Luftströmung vom Wasser zum Land, die man auch als auflandigen Wind (Seewind) bezeichnet. Die Luftmassen, die damit über dem Wasser abtransportiert werden, müssen dann aus höheren Luftschichten ersetzt werden. Somit entsteht dort unmittelbar über der Wasseroberfläche ein lokales Hochdruckgebiet. In der Höhe sind die Druckgebilde genau entgegengesetzt angeordnet und es stellt sich eine Ausgleichsströmung vom Land zum Wasser ein. Entsprechend erhält man einen geschlossenen Kreislauf, eine Zirkulation. Unter www.dwd.de/tagesthema ist die Land-Seewind-Zirkulation in der linken Abbildung auch grafisch dargestellt.

Nach Sonnenuntergang kehren sich dann die Verhältnisse um. Durch die geringe Wärmekapazität der Landmassen kühlen diese wesentlich schneller ab als das Wasser. Somit dreht sich die Zirkulation im Laufe der Nacht um und es stellt sich ein ablandiger Wind (Landwind) ein.

Die Windrichtungen werden beim Surfen grundsätzlich in die Begriffe "Offshore", "Onshore", und "Sideshore" oder "Cross-shore" eingeteilt. Da Wellenreiten ein internationaler Sport ist, stammen sie, wie auch viele weitere Begriffe der Surfersprache, aus dem Englischen. Das Wort "Shore" bedeutet "Ufer" oder "Küste". Offshore steht entsprechend für Wind, der vom Land kommt und auf das Meer hinaus weht (Landwind). Pustet er stattdessen vom Meer aufs Land (Seewind) nennt man ihn Onshore-Wind. Bläst der Wind dagegen parallel oder schräg zum Ufer, wird er als Sideshore oder Cross-shore bezeichnet.

Die Wellen vor Ort werden direkt durch dieses Windsystem beeinflusst. Erreichen geordnete Wellensets die Küste, so drückt der Onshore-Wind die Wellen von hinten nieder. Offshore-Wind hingegen bläst direkt in die Wellen hinein, sodass sich diese länger aufbauen können und später brechen. Für Anfänger ist Windstille oder ein schwacher Onshore-Wind attraktiv, denn dann sind die Wellen kleiner und einfacher zu surfen. Der erfahrene Surfer hingegen hofft auf Offshore-Wind, denn dieser sorgt nicht nur für länger anhaltendes Surfvergnügen. Auch der bei Surfern heiß begehrte Wellentunnel, der unter den Wellenreitern auch als "Tube" (engl. für "Röhre") oder "Barrel" (engl. für "Fass") bekannt ist, tritt bei ablandigem Wind auf (siehe rechte Abbildung). Dabei bricht der obere Teil einer steilen Welle auf die Wasseroberfläche und es entsteht ein hohler Wellentunnel, der zu einer Seite hin eine Öffnung aufweist. Die Welle überschlägt sich also förmlich. So entsteht der röhrenartige Wellentunnel, durch den man mit ausreichender Geschwindigkeit hindurchsurfen kann. Dieser "Barrel-" oder "Tuberide" ist für viele Surfer das "Höchste der Gefühle".

Sommerwetterwunschkonzert

Datum 09.08.2017

Was darf's denn sein? Badewetter, Freizeitwetter, Wüstenwetter oder doch ein "Herbst-im-Sommer-Wetter"? Lassen Sie sich vom Sommerwetterwunschkonzert inspirieren.

Es ist nicht so, wie Sie vielleicht denken! Wir vom Wetterdienst haben keine neue Technologie entwickelt, mit der wir in der Lage sind, Wetterwünsche entgegenzunehmen und individuell für Sie umzusetzen. Wir können Ihnen aber - je nach persönlichen Präferenzen - zumindest Regionen nennen, die zurzeit ein für Sie angenehmes Wetter bieten. Und wer weiß, vielleicht haben Sie ja sogar die Möglichkeit einer Last-Minute-Reise.

Das Badewetter für die Strandurlauber

Stahlblauer Himmel, Temperaturen jenseits der 30 Grad und lauwarme Nächte - das ist kein Wetter für Arbeit oder sportliche Aktivitäten, aber perfekt für einen entspannten Badeurlaub. All das bietet zurzeit der östliche Mittelmeerraum. Auf Kreta beispielsweise kann man sich in den kommenden Tagen die Sonne von früh bis spät auf den Bauch scheinen lassen. Ob das fast 30 Grad warme Mittelmeerwasser aber als adäquate Erfrischung für die teils über 35 Grad heiße Luft in Frage kommt, sei mal dahingestellt.

Das Freizeitwetter für Aktivurlauber

Sport- und Aktivurlaube liegen im Trend. Doch sengende Sonne und Hitze wären für einen solchen Urlaub eher kontraproduktiv. Wie wäre es daher mit einem Wanderurlaub von den Bergwelten Lesothos bis zur "Wild Coast" Südafrikas? Ein Sonne-Wolken-Mix, kaum Niederschläge und für die Jahreszeit typische Temperaturen je nach Höhenlage meist zwischen 15 und 25 Grad sind dafür nahezu ideal. Aber Vorsicht: In den noch langen Nächten des südhemisphärischen Winters sinkt die Temperatur - mit Ausnahme der unmittelbaren Küstenregionen - verbreitet auf einstellige Tiefstwerte. Also: Dicke Jacken nicht vergessen!

Das Wüstenwetter für "Frostbeulen"

Für Sie kann die Luft nicht heiß genug sein? Sie möchten aber mehr sehen als karge Wüstenlandschaften? In Ägypten zum Beispiel werden teilweise extreme Höchsttemperaturen über 40 Grad erwartet, die selbst den größten "Frostbeulen" genügen sollten. Dichte Wolken und Niederschläge bleiben weitestgehend aus, sodass einem Besuch der vielen Pyramiden und Tempel oder auch einer Nilkreuzfahrt zumindest aus wettertechnischer Sicht nichts im Wege steht.

Das "Herbst-im-Sommer-Wetter" für die "Kältefraktion"

Sehr warmes und sonniges Wetter wird in diversen Berichten in der Regel positiv bewertet. Dabei gibt es durchaus Menschen, die damit nicht unbedingt etwas anfangen können. Für jene könnte Norwegen ein heißer Tipp sein. "Heiß" wird es dort allenfalls in der "badstue", also im norwegischen Dampfbad. Beim Besichtigen der berühmten Fjorde oder Besteigen der beeindruckenden Felsplattformen pfeift einem dagegen ein kühler, frischer Wind um die Ohren. Bei Höchsttemperaturen meist nur zwischen 15 und 20 Grad bleibt der Himmel oft wolkenverhangen und es muss immer wieder mit schauerartigen Niederschlägen gerechnet werden.

Ob Sie angenehmes Sommer- oder Urlaubswetter zu erwarten haben, ist also immer auch eine Frage der Wahl des Urlaubsortes und der persönlichen Vorlieben. Wettervorhersagen für die nächsten Tage für viele weitere Orte weltweit erhalten Sie auf unserer Webpräsenz unter http://www.dwd.de/DE/wetter/wetter_weltweit/wetter_weltweit_node.html.

Gerne würde der Verfasser dieses Artikels auch eine Lanze für das Wetter in Deutschland brechen, denn Urlaub "daheim" soll ja immer noch am schönsten sein. Doch leider wird das unbeständige, teils kühle, teils schwülwarme und mitunter sehr niederschlagsreiche Wetter der kommenden Tage kaum eine der oben genannten Gruppen wirklich zufriedenstellen können.

FRANKLIN und der doppelte Landfall

Datum 08.08.2017

In der Karibik hat sich der tropische Sturm FRANKLIN gebildet und überquert am heutigen Dienstag die mexikanische Halbinsel Yucatan. Nach einem kurzen Abstecher über den aufgeheizten Südwestzipfel des Golfs von Mexiko erreicht FRANKLIN am Donnerstag erneut mexikanisches Festland, dann wahrscheinlich als Hurrikan.

Im Laufe des gestrigen Montags hat sich FRANKLIN als zunächst noch recht unscheinbares tropisches Tief deutlich verstärkt und erreichte als tropischer Sturm in den Frühstunden des heutigen Dienstags (MESZ) die Halbinsel Yucatan. Mit der Intensivierung haben die Windgeschwindigkeiten FRANKLINS deutlich zugenommen und erreichen nun an der Ostküste Yucatans im Mittel bis zu 95 km/h (Bft 10) mit Böen in Orkanstärke über 120 km/h.

Die größte Gefahr geht aber nicht von den hohen Windgeschwindigkeiten, sondern von den immensen Regenfällen aus. Verbreitet fallen auf der Zugbahn FRANKLINS (siehe Grafik, http://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/8/8.html)nämlich 75 bis 150 mm, stellenweise können sich die durch Gewitter verstärkten Regenfälle auch auf 300 mm in etwa 24 Stunden aufsummieren. In der Folge sind Schlammlawinen und Hangrutschungen wahrscheinlich. Nahe des Tiefzentrums muss zudem an der Ostküste Yucatans mit einer Sturmflut gerechnet werden mit Wasserständen, die bis zu 1,5 m über dem mittleren Hochwasser liegen.

Den Landweg über die recht flache Halbinsel sollte FRANKLIN relativ "unbeschadet" überstehen, das heißt ohne nennenswerte Abschwächung. Im Anschluss wird es dann sehr interessant: FRANKLIN zieht am Mittwoch und Donnerstag für rund 30 Stunden über das sehr warme Wasser des Golf von Mexiko mit Temperaturen zwischen 29 und 31 Grad. Dem Wirbelsturm stehen somit sehr große Energiemengen durch Verdunstung zur Verfügung, sodass von einer deutlichen Verstärkung innerhalb kurzer Zeit ausgegangen werden kann. Vor dem erneuten Landfall, dann aber an der mexikanischen Ostküste, siehe Grafik, kann sich Franklin dann zu einem Hurrikan verstärken. Das National Hurricane Center (NHC) in den USA geht nach jetzigem Stand von einer Zunahme der mittleren Windgeschwindigkeiten auf 120 km/h (Bft 12) mit entsprechend deutlich heftigeren Böen aus. Dies entspräche einem Hurrikan der Kategorie 1 und damit dem ersten Hurrikan der diesjährigen Saison auf dem Atlantik.

Bei seinem weiteren Weg über das mexikanische Festland wird sich FRANKLIN, seiner Energiequelle dem warmen Ozean beraubt, rasch abschwächen. Aus dem "H" für Hurricane wird so rasch ein "D" für "dissipated" auf der Zugbahn (siehe Grafik).

Für den Verlauf der Hurrikansaison auf dem Atlantik ist mit weiteren starken Wirbelstürmen zu rechnen. Die Monate mit den meisten Stürmen sind in der Regel August, September und Oktober, wir befinden uns also erst am Beginn der "heißesten Phase". Ende Mai diesen Jahres prognostizierte das NHC überdurchschnittlich viele Hurrikans auf dem Atlantik und auch eine aktuelle Prognose der Colorado State University geht von mehr Stürmen als üblich aus. Als Grund hierfür wurden unter anderem überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen in der gesamten Region genannt.

Hochsommer, quo vadis?

Datum 07.08.2017

Nach dem phänologischen Kalender beginnt der Spätsommer in Deutschland im Mittel am 04. August. Auch die aktuellen meteorologischen Prognosedaten deuten nach einem kurzen Aufbäumen zumindest auf eine Schwächephase des Hochsommers hin, wenngleich ein späteres Comeback natürlich noch nicht ausgeschlossen werden kann.

Liebhaber von Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen sollten tunlichst den heutigen Montag noch ausgiebig für die verschiedensten Außenaktivitäten nutzen. Die Bewohner der östlichen Landesteile haben dafür auch noch am Dienstag und teils auch am Mittwoch Zeit, danach geht die Temperatur aber unweigerlich auf Talfahrt und dichte Wolken werden die Sonne immer mehr verdecken. Zudem wird es im Laufe dieser Woche ausgesprochen wechselhaft mit Schauern, kräftigen Gewittern und teils länger anhaltendem Regen. In den speziellen Alpenwetterberichten wird für die hochalpinen Lagen Ende der Woche sogar das Wort Schneefallgrenze Verwendung finden. Eine abwechslungsreiche und damit für uns Wetterfachleute sehr interessante Wetterwoche steht uns jedenfalls bevor.

Hochdruckgebiet KATJA, das sich mit seinem Schwerpunkt langsam von Mittel- nach Osteuropa verlagert, sorgt am heutigen Montag bundesweit für viele Sonnenstunden. Außerdem strömt aus Südeuropa wieder warme Mittelmeerluft heran, die verbreitet für Temperaturen über 25 Grad sorgen wird. Die Marke von 30 Grad wird allerdings nicht überschritten, dafür hat die Luftmasse zunächst zu wenig Wärmepotential.

Allerdings wird die Luft am Dienstag im Vorfeld einer sich von Westen nähernden Kaltfront deutlich feuchter und der Tiefdruckeinfluss nimmt zu. Das Resultat dieser Kombination sind schauerartiger Regen und teils starke Gewitter, die am Vormittag bereits auf den Südwesten und Teile des Westens übergreifen. In der Osthälfte wird es dagegen noch einmal richtig warm, ein sogenannter "Heißer Tag" mit mehr als 30 Grad ist örtlich durchaus erneut möglich. Am Nachmittag breiten sich die Schauer und Gewitter aber zunehmend auch nach Norden und Osten aus, wobei vor allem im bayerischen Raum ein erhöhtes Risiko für schwere Gewitter (Unwetter) besteht. Bevorzugt dort können diese stellenweise mit heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel verbunden sein.

Am Mittwoch strömt in den Westen ein Schwall frischer Meeresluft, sodass dort ein Sommertag (das ist ein Tag mit mehr als 25 Grad) nicht mehr erreicht wird. In den östlichen Landesteilen halten sich hingegen noch die Reste der Warmluft, in der es erneut zu Schauern und Gewittern kommen kann. Am Donnerstag erreicht die kühlere Meeresluft schließlich die östliche Landesgrenze Deutschlands sowie den Alpenrand. Damit ist der Temperaturtiefpunkt aber noch nicht erreicht, denn am Freitag liegen die Höchstwerte im Süden vielerorts unter 20 Grad. Für die Zugspitze wird von den Computermodellen für diesen Tag ein Temperaturmaximum von 0 Grad simuliert, in den Hochlagen der Alpen kann es daher durchaus bis auf 2500 m herab Schneeflocken geben. Damit beträgt die Differenz der Tageshöchsttemperatur zwischen Dienstag und Freitag mancherorts, vor allem aber im südlichen Bayern, mehr als 15 Grad.

All jenen, denen diese Wetteraussichten nicht unbedingt zusagen, sei aber Hoffnung zugesprochen: Ab Samstag könnte es wieder etwas wärmer werden, wenngleich sich die Sonne den Platz am Himmel mit einigen Wolken teilen muss. Aber seien Sie beruhigt: Selbst im Spätsommer und Frühherbst sind durchaus noch sommerlich warme oder gar heiße Tage möglich.

Die partielle Mondfinsternis morgen Abend

Datum 06.08.2017

Morgen Abend findet eine partielle Mondfinsternis statt. Im Thema des Tages können Sie einige exakte astronomische Vorhersagen und einige wahrscheinliche meteorologische Vorhersagen für den Verlauf der Finsternis lesen.)

Leider halten die meisten Leser sich derzeit nicht in Indien auf, wo man diese Beschattung des Mondes durch die Erde am besten wahrnehmen kann. Ob sich ein Flug dorthin lohnt, sei dahingestellt, da sich nur 25% des Mondes verfinstern.

Kommen wir zunächst zu den astronomischen Daten:

Beginn Finsternis 17:48 Eintritt Kernschatten 19:22 Maximum der Abschattung 20:20

Mondaufgang Görlitz 20:26 Sonnenuntergang Görlitz 20:36 Mondaufgang Aachen 21:02 Sonnenuntergang Aachen 21:11

Austritt Kernschatten 21:19 Ende Finsternis 22:53

Görlitz steht hier für einen der frühesten und Aachen für einen der spätesten Mondaufgänge in Deutschland.

Wir sehen, dass der Mondaufgang vor Sonnenuntergang stattfindet und sich von daher nur ein eingeschränkter Kontrast am Himmel ergibt. Speziell in Aachen liegt der tatsächliche Mondaufgang gebietsweise noch deutlich später, da sich in Richtung Südosten die Eifel erhebt und den Blick auf den Mond zunächst versperrt. Dort muss man dort schon eine geeignete Stelle suchen, um wenigstens noch die Reste des Kernschattens zu sehen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Orte, die in Richtung Südost steigende Geländeverhältnisse haben. In Aachen mit dem sehr späten Mondaufgang kurz vor Austritt aus dem Kernschatten wird das Ereignis aber am stärksten verkürzt.

Doch was hilft die schönste Finsternis, wenn das Wetter nicht mitspielt. Dem Autor ist die Gewitterwolke noch in Erinnerung, die für ihn die Dunkelheit der totalen Sonnenfinsternis am 11.08.1999 in Saarbücken noch zusätzlich verstärkte.

Also brauchen wir auch noch eine Wettervorhersage für morgen Abend. Das Kurzzeithoch Katja verspricht uns einen recht wolkenarmen Himmel. Von Westen allerdings nähert sich schon die Kaltfront eines Tiefs bei Schottland. Seine Schleierbewölkung wird sich vor allem im Westen und Norden bemerkbar machen. Nach Osten hin, wo das Schauspiel sowieso besser zu sehen ist, werden insgesamt weniger Schleierwolken erwartet. In Görlitz, südöstlich von Cottbus sogar wolkenloser Himmel. Den aktuellen Stand der Schleierwolkenvorhersage können Sie der nebenstehenden Abbildung (Stand heute 08 Uhr MESZ) entnehmen. Mittelhohe und tiefe Wolken erwarten wir lediglich vereinzelt durch Haufenwolken am Alpenrand.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Beobachtung des Himmelsschauspiels.

Warnschwellen der Unwetterwarnungen, ein komplexes Problem

Datum 05.08.2017

Gleiches (Un)Wetter führt innerhalb Deutschland nicht unbedingt zu den gleichen Folgen, daher ist die Festlegung von Warnschwellen eine schwierig zu lösende Aufgabe.

Derzeit gibt es vermehrt Unwetterwarnungen und die Bevölkerung fragt uns nach deren Berechtigung. In vielen Fällen ist der Einzelne nicht direkt von den Unwettern betroffen oder er wird es als solches nicht empfinden. Bisweilen geben wir Vorabinformationen heraus, die KEINE UNWETTERWARNUNG bedeuteten, sondern lediglich auf ein deutlich erhöhtes Unwetterrisiko hinweisen.

Bezüglich der Warnschwellen ist eines zu erwähnen: Unwetter führen in den betroffenen Regionen bei gleichen meteorologischen Messwerten zu unterschiedlichen Folgen und werden teilweise gar nicht als Unwetter wahrgenommen.

Schauen wir uns erneut das Bild der Jährlichkeiten, also der Auftrittswahrscheinlichkeit der Starkregenereignisse in der vorletzte Woche an. (Details dazu im Thema des Tages vom 29.07.2017). Wir erkennen, dass - bei gleich hoher Niederschlagsmenge im Harz und an den Alpen - im Harz ein Hundertjahresereignis eintrat, am Alpenrand aber eine Jährlichkeit teils unter einem Jahr und schlimmstenfalls ergab sich dort ein Jahrzehntereignis(gelbe Punkte auf der rechten Karte). Angenommen, die natürlichen und baulichen Abflussmöglichkeiten werden an allen Orten auf eine Zehnjährlichkeit des Starkregens ausgerichtet, so wären in Alpennähe keine Probleme zu erwarten, im Harz bei gleicher Niederschlagsmenge jedoch massive Schäden, da man dort auf diese Niederschlagsmengen nicht eingerichtet ist. Die Unwetterwarnschwelle von 90 Liter in 72 Stunden ist also für den Harz zu hoch, für den Alpenrand zu niedrig angesetzt.

Betrachten wir nach dem Niederschlag den Wind. Im Norden Deutschlands und auf den Inseln sind die Leute kräftigen Wind gewohnt. Auch die Bäume wachsen dort nicht senkrecht nach oben, sondern haben sich windschnittig in Richtung der windabgewandten Seite gelegt. Nach Süden zu sind Starkwindereignisse immer unwahrscheinlicher. In einigen Gegenden sind sogar Böen der Stärke 9 (um 80 km/h), die im Norden ganzjährig wiederholt fast ohne Schäden auftreten, seltene Ereignisse und führen im Süden, wenn man den Medien Glauben schenken darf, immer wieder zu "Verwüstungen". Auch beim Wind führen also gleiche Werte innerhalb Deutschlands zu ganz unterschiedlichen Folgen. Hier wäre sogar noch eine jahreszeitliche Aufteilung in belaubte und nichtbelaubte Perioden notwendig. Das sehen wir oft bei den Gewitterböen im Sommer. Sie führen auch unterhalb der Unwetterwarnschwelle der Stärke 11( um 110km/h) zu entwurzelten und umstürzenden Bäumen. Das sind dann eindeutig Unwetter, auch wenn die entsprechenden Unwetterkriterien nicht erfüllt sind.

Beim Schneefall, der z.B. ab 10 cm in 6 Stunden zu Unwetterwarnungen führt, stellt sich die Lage gleichermaßen sehr unterschiedlich dar. In Städten wie Frankfurt führen bereits ein bis zwei cm Schnee zum Verkehrschaos, auf der schwäbischen Alb oder am Alpenrand nimmt man 10 cm Schneehöhe und auch eventuelle Schneeverwehungen bei Starkwind als Routineereignis hin.

Wir sehen also, es ist sehr schwierig mit Hilfe von deutschlandweiten Warnschwellen vor Unwettern zu warnen. Was beim einen als etwas unangenehmes Wetter durchgeht, ist für den anderen schon eine mittlere Katastrophe. Eigentlich müsste man entsprechend der Jährlichkeiten für jede Gegend, Jahreszeit und für jedes meteorologische Element eigene Unwetterwarnschwellen berechnen und entsprechend warnen. Im Moment ist das allerdings noch Zukunftsmusik und zu den Detailproblemen werden Sie in einem kommenden Thema des Tages darüber lesen können.

Volltreffer für die "Siebenschläfer"?

Datum 04.08.2017

Ein großer Teil des "Siebenschläferzeitraums" ist bereits passe. Darum wollen wir im heutigen Thema des Tages schon mal schauen, wie gut die "Siebenschläferregel" bisher in diesem Jahr passte.

Erinnern Sie sich? Anfang Juli berichteten wir an dieser Stelle über die "Siebenschläfer-Regel", eine der bekanntesten Bauernregeln (https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/7/3.html). Sie besagt, "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt." Zwar macht es keinen Sinn einen einzelnen Tag als Lostag für eine längere Prognose heranzuziehen, doch statistische Untersuchungen haben ergeben, dass die Wetterlage, die sich Anfang Juli einstellt, für mehrere Wochen im Wesentlichen erhalten bleibt. Wenn man die Bauernregel also etwas weiter fasst, hat sie durchaus eine beachtliche Trefferquote.

Nun, Anfang August, wollen wir die ersten gut fünf Wochen des "Siebenschläferzeitraums" schon mal Revue passieren lassen und die Frage beantworten, ob die Siebenschläfer-Regel auch diesmal einen Treffer landen konnte.

Die Wetterlage Ende Juni bis Anfang Juli war charakterisiert durch relativ persistenten und ungewöhnlich kräftigen Tiefdruck über Nord- und Nordwesteuropa. Als Konterpart fungierte ein Azorenhoch, meist am angestammten Platz über den portugiesischen Atlantikinseln. Dazwischen stellte sich folglich eine Strömung aus überwiegend westlichen Richtungen ein, mit der maritim geprägte, also eher feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden konnten. Die Polarfront , also die Frontalzone, die Kaltluft aus der Polarregion von Luft der gemäßigten Breiten trennt, konnte aufgrund des großräumigen Strömungsmusters vor allem über Mitteleuropa immer wieder sehr weit nach Süden aus- und so auch auf Deutschland übergreifen. Daraus resultierte ein insgesamt sehr unbeständiger und teils sehr niederschlagsreicher Wettercharakter. Man erinnere sich nur an die unwetterartigen Starkniederschläge im Osten Deutschlands am 29. Juni, als beispielsweise in Berlin fast 200 Liter pro Quadratmeter Regen fielen. Ungleicher ging es bezüglich des Temperaturniveaus zu. Die Südhälfte profitierte zumindest phasenweise von sehr warmer Subtropikluft, so konnte sich vom 5. bis zum 9. Juli dort eine kurze Hitzewelle einstellen. Ansonsten dominierte meist nur mäßig-warme Atlantikluft.

Und tatsächlich, in den darauffolgenden 4 bis 5 Wochen änderte sich an der großräumigen Luftdruckverteilung relativ wenig, vor allem wenn man über den Zeitraum mittelt. Nordwest- und Nordeuropa verblieben also meist unter Tiefdruckeinfluss, wodurch richtiges Sommerwetter dort bis dato fast komplett ausblieb. Das Azorenhoch konnte zwar immer wieder Ableger nach Mitteleuropa schicken, die daraus resultierenden Hochdruckgebiete konnten dem "Druck" der atlantischen Tiefdrucksysteme aber meist nur vorübergehend Stand halten. Somit wechselten sich freundlich-warme und durchwachsen-kühle Phasen ab, wobei die freundlichen Phasen besonders im Süden länger und heißer ausfielen als im Norden. Auch der Trend zu teils sehr niederschlagsintensiven Wetterlagen bestätigte sich. So erlebten viele Regionen in Deutschland in der vorletzten Juliwoche eine denkwürdige Dauerregensituation, die z. B. an den Flüssen im Süden Niedersachsens zu einer extremen Hochwasserlage führte.

Ein Blick auf die Simulationen der Wettermodelle am heutigen Freitagmorgen lassen den Schluss zu, dass "zonale" Großwetterlagen, die über Mitteleuropa von einer westlichen Strömung geprägt sind, auch bis in die zweite Augustdekade hinein mit hoher Wahrscheinlichkeit dominieren werden. Demnach sieht es sehr nach einem weiteren Volltreffer der Siebenschläfer-Regel aus, der ihre Aussagekraft nur noch weiter unterstreicht- zumindest wenn man sich auf den groben Witterungsablauf des betrachteten Zeitraums beschränkt. Exakte und ortsbezogene Wetterprognosen sollten dann aber doch lieber den Meteorologen obliegen, die die Berechnungen der Wettermodelle interpretieren.

 

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