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22.09.2017

17:07

Temperatur 15,6 °C
Luftfeuchte 65 %
Taupunkt 9,0 °C
Luftdruck 1018,9 hPa
Windrichtung 284 °
W-NW
Windstärke 8,5 km/h
Windböen 11,3 km/h
Wind 10m Ø 5,4 km/h
Windchill 14,5 °C
Regen/Tag 0,0 l/m²

 


Aktuelle Wetterdaten

Wetterstation Aalbäumle 707 m über Normalnull
Freitag, 22. September 2017 17:07
Temperatur
15,6 °C
Luftdruck
1018,9 hPa
Wind
284 °
Luftfeuchtigkeit
65 %
Tendenz
+0,1 hPa/6hup down
Windstärke
8,5 km/h
Taupunkt
9,0 °C
Regen / 1/h
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Windböe
11,3 km/h
Windchill
14,5 °C
Regen / Tag
0,0 l/m²
Wind 10 Min Ø
5,4 km/h
Vorhersage - veränderlich -

Telefonabruf Wetterstation 0160-3282349

Aktuelle Wettervorhersage


Wind u. Thermikprognose 22.9.17

Bodenwind:
Aus E oder VRB mit 1 bis 3 KT. Am Nachmittag in der Westhälfte aus W mit 4 KT. Am Abend und in der Nacht erneut VRB um 2 KT. Thermische Böen ab dem späten Vormittag bis 11 KT.

Höhenwind:
2000FT | 180/05KT 10C | 360/05KT 15C | 3000FT | 170/05KT 10C | 360/05KT 12C | 5000FT | 260/10KT 08C | 300/05KT 07C |

Thermik:
Geringe bis mäßige Wolkenthermik. In Schwaben geringe Blauthermik bis etwa 4500 FT AMSL. In Ostbayern ausbreitend und anschließend durch Abschirmung und leichten Regen gestört.

Wettervorhersage Aalen 22.9.17
Wettervorhersage für heute
Am Vormittag gibt es Sonne und Wolken. Am Nachmittag ziehen nur ab und an harmlose dünne Wolken vorüber, und die Temperaturen klettern am Tage auf 20 Grad. Nachts gehen die Werte dann auf 9 Grad zurück. Der Wind säuselt nur leicht aus nordwestlichen Richtungen.

Wetterbericht der nächsten Tage

Samstag
Auf zu einer Herbstwanderung. In Aalen verschleiern nur einige Wolken gelegentlich die Sonne. Dabei werden im Tagesverlauf bis 19 Grad erreicht, nachts kühlt es dann auf 8 Grad ab. Der Wind weht nur leicht aus Nordost.

Sonntag
Wolken geben den Ton an. Am Vormittag gibt es ein Nebeneinander von Sonnenschein und Wolken. Am Nachmittag sind Wolken in der Überzahl. Die Höchstwerte betragen 17 Grad, die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht 7 Grad. Der Wind säuselt leicht aus Nord.

Montag
In Aalen haben eine Menge Wolken zeitweiligen Regen zur Folge. Die Höchstwerte betragen 17 Grad, die Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht 7 Grad. Der Wind säuselt leicht aus Ost.


Wetterlage:
Ein Hochdruckgebiet über Süddeutschland ist mit milder und trockener Luft wetterbestimmend. Ein Höhentief über Rumänien führt aus Norden wolkenreiche, aber stabil geschichtete Luft nach Ostbayern. Unter einer Bodeninversion hält sich bis zum Vormittag eine feuchte Grundschicht.
Alpenwetter:
Wetterseite des Deutschen Alpenvereins


Skigebiete: Schwäbische Alb Ostalbskilift
Schneehöhen:Allgäu

 

 

Der Nebel kriecht in die Wälder

Datum 21.09.2017

Nebel als sehr typisches Merkmal des Herbstes gibt es aktuell vor allem in den Nächten auch in Deutschland. Lesen Sie hier, wie er sich bildet und warum er nun öfter auftritt als in den anderen Jahreszeiten.

Am heutigen Donnerstagmorgen lässt sich in vielen Teilen Deutschlands ein Wetterphänomen beobachten, das im Herbst regelmäßig vorkommt und auch ein Zeichen des endenden Sommers ist: Nebel. Vor allem über Wiesen, Feldern und Flüssen bildet er sich, um dann auch in die Wälder oder durch die Städte zu kriechen. Wie aber entsteht er und warum trifft man ihn im Herbst so viel häufiger an als im Sommer?

Als Nebel wird die dichte Verteilung kleiner Wassertröpfchen in Bodennähe bezeichnet, die aus kondensiertem Wasserdampf dort entstanden sind. Im Prinzip ist der Nebel daher nichts anderes als eine am Boden aufliegende Wolke. Diese "Wolke" reduziert dann auch die Sichtweite. Je mehr Wassertröpfchen nun vorhanden sind, desto stärker ist die Sichteinschränkung. Ab einer Sichtweite unter 1 km spricht der Meteorologe von Nebel. Bei Sichtweiten zwischen 1 und 8 km sowie einer relativen Luftfeuchte von 80 % wird die Bezeichnung "feuchter Dunst" gewählt.

Bei der Entstehung des Nebels ist ein Vorgang wichtig: Die Luft wird soweit mit Wasserdampf gesättigt, bis dem Wasserdampf nichts anderes mehr überbleibt, als zu kondensieren bzw. auszufallen. Dann bilden sich Wassertröpfchen und der Nebel entsteht.

Diese Sättigung der Luft mit Wasserdampf wiederum kann auf verschiedene Arten hervorgerufen werden. Daher wird zwischen drei Nebeltypen unterschieden: Abkühlungsnebel, Verdunstungsnebel und Mischungsnebel.

Der Abkühlungsnebel wird durch eine Abkühlung bodennaher Luftschichten ausgelöst. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme, wird die Luft relativ gesehen immer feuchter, bis sie irgendwann gesättigt ist und der Kondensationsprozess in Gang kommt. Die Abkühlung kann durch mehrere Vorgänge erfolgen: durch die Abkühlung bodennaher Luft als Folge nächtlicher langwelliger Ausstrahlung (Strahlungsnebel), durch Abkühlung herangeführter feucht-warmer Luft über einen kalten Untergrund (Advektionsnebel) und durch Abkühlung einer aufsteigenden Luftmasse bei Anströmung gegen einen Berg (orografischer Nebel).

Verdunstungsnebel entsteht, wenn bodennahe Luftschichten mit Wasserdampf durch einen warmen und sehr feuchten Untergrund angereichert werden und so die Sättigung irgendwann erzielt wird. Eine bekannte Form dieses Nebels ist der Seerauch (oder auch Meerrauch bzw. Flussrauch).

Beim Mischungsnebel wird die Luft dadurch gesättigt, dass sich die Luft zum einen durch Mischung abkühlt und sie zum anderen gleichzeitig auch mit Wasserdampf angereichert wird. Mischungsnebel gibt es beispielsweise bei Niederschlägen oder bei Fronten, wo feuchte und warme Luft mit kalter und trockener durchmischt wird.

Im Herbst ist der Strahlungsnebel die häufigste Form. Im Vergleich zu den Sommermonaten kühlt sich die Luft durch die länger werdenden Nächte und die dadurch bedingte vermehrte langwellige Ausstrahlung wieder stärker ab, sodass die Sättigung viel eher und leichter erreicht wird als im Sommer. Im Winter und im Frühjahr sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht häufig nicht so groß wie im Herbst, sodass der Herbst die bevorzugte Jahreszeit für den Nebel ist. Zusätzlich sorgt die noch gut ausgeprägte Vegetation für einen zusätzlichen Eintrag an Feuchtigkeit.

In den kommenden Tagen bleibt der Nebel das beherrschende Wetterthema. Am Tage löst sich dieser im derzeitigen Frühherbst - am morgigen Freitag (22.09.2017) beginnt übrigens um 22.02 MESZ auch der kalendarische (astronomische) Herbst - meist wieder auf, auch wenn er sich zum Teil länger in den Tag hinein halten kann. So lässt sich bei Höchsttemperaturen von 22 oder vielleicht 23 Grad dann tagsüber ein Hauch von "Altweibersommer" (siehe www.dwd.de/lexikon, Stichwort: "Altweibersommer") genießen

Der Untergang der "Pamir"

Datum 20.09.2017

Am morgigen Donnerstag jährt sich zum sechzigsten Mal der Untergang des Segelschulschiffes "Pamir", das am 21. September 1957 im Hurrikan CARRIE kenterte und sank. Bei der bisher größten Schiffskatastrophe in der deutschen Nachkriegsgeschichte blieben 80 von 86 Besatzungsmitgliedern, überwiegend junge Kadetten, auf See. An dieser Stelle soll insbesondere die tragische Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg unter segeltechnischen und meteorologischen Aspekten skizziert werden.

Die Viermastbark "Pamir" wurde 1905 bei Blohm und Voss in Hamburg für die traditionsreiche Reederei Ferdinand Laeisz gebaut und gehörte zu einer Serie von insgesamt acht einander ähnelnden Schiffen, deren Namen alle mit "P" anfingen. Diese auch "Flying P-Liner" genannten Windjammer waren wegen ihrer soliden Bauweise für ihre Robustheit und Geschwindigkeit berühmt und dank fähiger Kapitäne und handverlesener Besatzungen (mit guter Bezahlung und Verpflegung!) im Liniendienst den Dampfschiffen beinahe ebenbürtig. Sie wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem bei Fahrten nach Australien und Südamerika für Massenschüttgüter wie Getreide und Salpeter eingesetzt. In den Fünfzigerjahren hatte sich bereits die Motorschifffahrt durchgesetzt, dennoch wurden die verbliebenen Großsegler "Pamir" und "Passat" von einer Stiftung deutscher Reedereien reaktiviert, um den Offiziersnachwuchs der Handelsmarine der jungen Bundesrepublik auszubilden und darüber hinaus durch Befrachtung Geld einzufahren. So wurde die insgesamt 114,5 m lange und mit 3102,87 BRT vermessene "Pamir" ab 1955 wieder für Südamerikafahrten eingesetzt und transportierte Gerste von Buenos Aires nach Hamburg.

Bei der knapp 7000 Seemeilen (Einheitenzeichen [sm], 1 sm = 1,852 km) langen Reise von Hamburg (geographische Koordinaten: 53°33'N; 10°0'E) nach Buenos Aires (34°36'S; 58°23'W) durchquert man, ausgehend von den durch Tiefdruckgebiete geprägten, klimatisch gemäßigten mittleren Breiten der Nordhalbkugel, zunächst den subtropischen Hochdruckgürtel, dann die Tiefdruckrinne der inneren Tropen in Äquatornähe um schließlich in den Hochdruckgürtel der Südhalbkugel zu gelangen, dem sich die ebenso durch rege Tiefdrucktätigkeit gekennzeichnete, gemäßigte Klimazone der Südhalbkugel anschließt. Mit diesen weitgehend zonal um die Erde angeordneten Druckgebilden sind mehr oder weniger regelmäßige Windgürtel verbunden, die es gerade bei Segelreisen auf den Weltmeeren zu beachten gilt. So sind die geplanten ozeanischen Routen, in Abhängigkeit von den zu erwartenden Windbedingungen und Meeresströmungen, stets den Segeleigenschaften des jeweiligen Schiffes anzupassen. Man nennt diese Art der Routenplanung "Klimanavigation", sie war für die historischen Segelschiffe essentiell und ist auch heutzutage für die modernen High-Tech-Segelyachten gutbetuchter Weltenbummler ein wichtiger Teil der Reisevorbereitung.

Auf ihrer sechsten Reise unter Eignerschaft der Stiftung verließ die Viermastbark "Pamir" am Nachmittag des 11. August 1957 Buenos Aires zur Rückfahrt nach Hamburg mit einer Ladung Gerste. Eine Viermastbark ist hauptsächlich mit Rahsegeln bestückt, mit einer solchen Takelung segelt es sich "hart am Wind" eher schlecht, d.h. man kann beim "Kreuzen" gegen den Wind auf Zick-Zack-Kursen nur wenig Raum gewinnen und macht große Umwege und entsprechende Zeitverluste. Auf Rahseglern fährt man am besten mit dem Wind im Rücken oder von der Seite, d.h. seemännisch gesprochen auf "Vor- oder Halbwindkursen". Unter günstigen Umständen, d.h. unter "Vollzeug" mit 32 Segeln und 3600 m² Segelfläche bei entsprechend kräftigem und stetigem Wind konnte man dann mit der "Pamir" Geschwindigkeiten bis zu 16 Knoten (ca. 30 km/h) erreichen und damit zu den Höchstgeschwindigkeiten der Motorschiffe aufschließen. Wie aus Gründen der Klimanavigation für Windjammer üblich, erfolgte die Heimreise der "Pamir" auf einem S-förmigen Kurs durch den Atlantischen Ozean.

Dieser "ideale" S-förmige Kurs ergibt sich aus den im klimatologischen Mittel auf der Erde anzutreffenden "Windgürteln": Im Winter der Südhalbkugel (Juni, Juli, August) liegt der Ausgangshafen Buenos Aires im Bereich der südhemisphärischen Westwinddrift, d.h. nach Verlassen der La-Plata-Mündung kann man mit Rückenwind ostnordostwärts weit hinaus auf den Südatlantik segeln um in den Wirkungsbereich der Südostpassats zu gelangen, der das Schiff dann mit Halbwindkursen oder Rückenwind beständig und bequem nordwärts in den windschwachen Bereich des Äquators trägt. Damit hat man den unteren Ast der S-Kurve absolviert. Nach Überwinden der äquatorialen Zone mit bestenfalls schwachen Westwinden empfängt den Segler auf der Nordhalbkugel der allmählich einsetzende Nordostpassat und es fährt sich gut in nordwestlicher Richtung mit Halbwindkursen bzw. späterem Rückenwind. Schließlich erreicht man in den mittleren Breiten die "braven Westwinde" der Nordhalbkugel, steuert nordostwärts, dann ostwärts um sich mit vollen Segeln vor dem Winde nach Europa tragen zu lassen, wo die S-Kurve im Zielhafen endet.

Leider richtet sich das Wetter nicht immer nach dem Klima, vielmehr bietet es bisweilen tragische Abweichungen von den mittleren atmosphärischen Verhältnissen. Können die windstillen Gebiete in den zentralen Bereichen der subtropischen Hochdruckgebiete ("Rossbreiten") oder die äquatoriale Kalmenzone ("Doldrums") schlimmstenfalls eine totale Flaute hervorrufen, die ggf. mit dem Hilfsmotor überwunden werden muss, stellt das andere Extrem, die tropischen Wirbelstürme, eine existenzielle Gefahr für jedes Segelschiff dar.

Am 2. September 1957 war südlich der Kapverdischen Inseln aus einer afrikanischen Wellenstörung der tropische Sturm CARRIE entstanden. CARRIE zog zunächst westnordwestwärts, erreichte am 5. September Hurrikan-Stärke und nach weiterer Entwicklung bereits am 8. September seine größte Intensität. Kurz zuvor hatte eine amerikanische Flugzeugbesatzung den Sturmwirbel lokalisiert und ein wohl definiertes Auge mit einem Durchmesser von ca. 32 km beobachtet. Als Kategorie-4-Hurrikan gemäß der (erst 15 Jahre später eingeführten) Saffir-Simpson-Skala zeigte CARRIE einen Kerndruck von 945 hPa und brachte es auf mittlere Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h. Das war es dann aber (fast) schon, meteorologisch ging es von nun an mit CARRIE eher bergab. Eine trogförmige "Schwachstelle" im Azorenhoch verringerte den Druckgradienten und brachte CARRIE auf Nordkurs über vermutlich kühlere Meeresoberflächen, so dass sie sich bis zum 11. September auf Kategorie 1 abschwächte. Zwei Tage später wurde CARRIE erneut als "schwerer Hurrikan" (major hurricane, Kategorie 3+) klassifiziert und das wiedererstarkte Azorenhoch zwang den Wirbelsturm auf Nordwestkurs. Amerikanische Meteorologen vom National Hurricane Research Project schwärmten nun von einem der bis dato "am perfektesten geformten" Wirbelstürme. Ab dem 15. September schwächte sich CARRIE über deutlich kühleren Meeresoberflächen endgültig ab, streifte einen Tag später die Bermuda-Inseln mit relativ geringen Schäden, wo Wetterradarbilder dem Sturmwirbel bereits Zerfallserscheinungen attestierten. Schließlich gelangte der Hurrikan in die außertropische Westwinddrift und zog nunmehr in östlicher Richtung über den Nordatlantik. Seine tropischen Hurrikan-Eigenschaften konnte CARRIE allerdings noch bis zum 23. September bewahren.

In dieser letzten "Lebensphase" begegnete CARRIE am Morgen des 21. Septembers 1957 etwa 600 Seemeilen (ca. 1.100 km) westsüdwestlich der Azoren der etwa auf nördlichem Kurs segelnden "Pamir". Bei Windgeschwindigkeiten von 130 km/h zerrissen die möglicherweise nicht rechtzeitig eingeholten Segel des Viermasters und das Schiff geriet schnell in eine starke Schlagseite, aus der es sich nicht mehr aufrichten konnte. Gegen Mittag kenterte die "Pamir" bei einer Position von etwa 35° nördlicher Breite, 40° westlicher Länge, schwamm noch circa eine halbe Stunde kieloben und versank in den Fluten. In der tosenden See mit 12 bis 14 m hohen Wellen gab es kaum Überlebenschancen. Tage später wurden nur 6 von 86 deutschen Seeleuten gerettet. CARRIE indes zog in nordöstlicher Richtung weiter in Richtung Europa und wandelte sich in eine außertropische Zyklone um, die am 24. und 25. September auf den Britischen Inseln Sturmschäden sowie schwere Überschwemmungen mit drei weiteren Toten verursachte.

Wieder ein Hurrikan, wieder die Antillen und wieder Puerto Rico

Datum 19.09.2017

Hurrikan MARIA, in den Frühstunden des gestrigen Montags knapp östlich der Kleinen Antillen noch ein Hurrikan der Kategorie 1, hat sich innerhalb von nur 24 Stunden enorm verstärkt und in der Nacht zum Dienstag die höchste Kategorie 5 mit mittleren Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde erreicht.

Hurrikan MARIA, in den Frühstunden des gestrigen Montags knapp östlich der Kleinen Antillen noch ein Hurrikan der Kategorie 1, hat sich innerhalb von nur 24 Stunden enorm verstärkt und in der Nacht zum Dienstag die höchste Kategorie 5 mit mittleren Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde erreicht. Nach IRMA ist MARIA damit der zweite Hurrikan der Kategorie 5 in der diesjährigen Saison. Der Rekord liegt übrigens bei vier Wirbelstürmen der Kategorie 5 in einer Saison aus dem Jahr 2005 (EMILY, KATRINA, RITA und WILMA). In der Nacht zum Dienstag zog MARIA dann über den Inselstaat Dominica in den Kleinen Antillen hinweg und hat dort höchstwahrscheinlich durch große Regenmengen, eine Sturmflut und extreme Winde für katastrophale Schäden gesorgt. MARIA ist damit der erste Hurrikan der Kategorie 5, der seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1851 direkt über Dominica hinweggezogen ist. Kurz vor dem Landgang (engl. "landfall") sank der Kerndruck auf sehr niedrige 924 Hektopascal (hPa) ab. Erst am 6. September 2017 zog Hurrikan IRMA auf etwas nördlicherer Zugbahn als starker Hurrikan durch die nördlichen Antillen und verwüstete Barbuda.

Mit Stand 8 Uhr MESZ am heutigen Dienstag hat sich MARIA durch die Interaktion mit der Landmasse der Insel (höhere Reibung) auf sehr hohem Niveau etwas abgeschwächt. Bei einem Kerndruck von 942 hPa mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 250 km/h, in Böen auch noch darüber, ist sie damit ein Hurrikan der Kategorie 4. Die weitere Zugbahn führt auf nordwestlicher Route durch den nordöstlichsten Teil der Karibik und am Mittwoch sehr wahrscheinlich direkt über Puerto Rico hinweg. Durch sehr hohe Wassertemperaturen von nahe 30 Grad und günstige atmosphärische Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass sich MARIA auf dem Weg nach Puerto Rico nennenswert abschwächt. Ganz im Gegenteil ist sogar eine erneute Verstärkung auf die höchste Wirbelsturmkategorie gut möglich.

In der Regel sind es die Gefahren durch Wassermassen, sei es durch hohe Regenmengen und dadurch ausgelöste Hangrutschungen oder durch Sturmfluten, die das größte Schadenspotenzial bergen. In diesem Sinne bildet auch MARIA keine Ausnahme und kann auf Puerto Rico bis zu 750 Liter Regen pro Quadratmeter in nur etwa 30 Stunden und eine Sturmflut von 3 Metern Höhe oberhalb der astronomischen Tide bringen.

Auf ihrem weiteren Weg nach Nordwesten und später mehr und mehr nach Norden bedroht MARIA ab Donnerstag die Ost- und Nordküste der Dominikanischen Republik sowie am Freitag und Samstag voraussichtlich die östlichen Inseln der Bahamas. Ein besonderes meteorologisches Phänomen könnte dann bei der wahrscheinlichen Nordverlagerung eine Rolle spielen. Auf dem weiteren Weg nähert sich MARIA dem tropischen Sturm JOSE (aktuell noch ein Hurrikan der Kategorie 1) vor der nordamerikanischen Küste. Etwa ab einer Entfernung von 1400 Kilometern setzt der nach einem ehemaligen Direktor des japanischen Wetterdienstes benannte Fujiwhara-Effekt (Aufsatz von 1921) ein. Dieser besagt, dass zwei Wirbel, nicht zwingend tropischer Natur, ihre jeweilige Zugbahn bei Annäherung aneinander verändern. Dann beginnen die beiden Drehzentren sich um einen Punkt auf einer gedachten Verbindunglinie der beiden System zu bewegen. Auf der Nordhalbkugel ist die Drehbewegung zyklonal, also gegen den Uhrzeigersinn. Sind die beiden Stürme von deutlich unterschiedlicher Intensität, dominiert der stärkere und der schwächere dreht sich um den kleineren und kann sogar mit diesem verschmelzen. Details und grafische Veranschaulichungen zu diesem Effekt finden Sie im Wetterlexikon des Deutschen Wetterdienstes (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100784&lv3=598388).

Für die gebeutelten Inselgruppen in der Karibik bleibt nur zu hoffen, dass dies der letzte Hurrikan in dieser Saison ist. Bis zum offiziellen Ende am 30. November bleibt allerdings noch viel Zeit für weitere Wirbelstürme.

Die Madden Julien Oszillation

Datum 17.09.2017

Ein Phänomen mischt die Tropen auf! Besonderes im Fokus stehen dabei die tropischen und extratropischen konvektiven Niederschläge, die je nach Phase deutlich verstärkt oder aber unterdrückt werden können.

Die Madden Julien Oszillation (MJO) ist ein tropisches Phänomen, das innerhalb von 30 bis 60 Tagen in den Tropen, etwa zwischen 20 Grad Nord und 20 Grad Süd, ostwärts einmal um den Globus propagiert. Entdeckt wurde die MJO im Jahre 1971 von den Herren Roland Madden und Paul Julian vom National Center for Atmospheric Research (NCAR), denen sie auch ihren Namen verdankte.

Allgemein kann die MJO in zwei verschiedene Phasen aufgeteilt werden. Dabei wird zwischen einer feuchten Phase mit verstärkten (konvektiven) Regenfällen und einer trockenen Phase, in der die Niederschlagsneigung (Konvektion) unterdrückt wird, unterschieden. Beide Phasen beschreiben dabei eine Dipolstruktur (zwei benachbarte und gegensätzlich orientierte Pole) mit zwei gegensätzlichen Aktionszentren, die sich wie aufgeführt ostwärts verlagert (vgl. Graphik). Bei der Verlagerung um den Globus ist das Gesamtsystem der MJO jedoch häufig sehr variabel in der Intensität. Perioden mit einer moderaten bis starken Aktivität folgen oft Perioden mit niedriger oder keiner. Die Ausprägung der MJO ist dabei eng mit der Oberflächenwassertemperatur verknüpft. Während die MJO im Bereich von warmen bzw. sehr warmen Oberflächenwassers, beispielsweise im westlichen Indik, an Intensität zulegt und mit kräftigen konvektiven Niederschlägen einhergeht, fällt das System über kälterem Wasser des östlichen Pazifiks zusammen, um im weiteren Verlauf über dem tropischen Atlantik wieder neu aufzuleben. Die stärkste Aktivität auf der Nordhemnisphäre wird im späten Herbst, im Winter sowie dem frühen Frühling beobachtet.

Die MJO beschreibt entsprechend ein gekoppeltes Ozean-Atmosphäre-System, das großen Einfluss auf die tropischen und extratropischen Niederschläge, atmosphärischen Zirkulationen sowie der Boden- und Lufttemperaturen der Tropen und Subtropen hat. Aus diesem Grund gibt es deutliche Hinweise, dass die Madden Julian Oszillation sowohl mit der "El Niño Southern Oscillation (ENSO)" als auch mit der Monsunentwicklung interagiert. Allerdings kann die MJO die genannten Phänomene nicht auslösen, sondern nur zu ihrer Entwicklung und Intensität beitragen. Zusätzlich zum Monsun und der ENSO sind auch noch Einflüsse auf die Tageslänge sowie die Entwicklung und Stärke von tropischen Zyklonen bekannt. Untersuchte Rückkopplungen zum Jetstream (Starkwindbänder meist im Bereich der oberen Troposphäre) zeigen zudem einen Einfluss der MJO auf Kaltlufteinbrüche, extreme Hitzewellen und Starkregenereignisse in den USA.

Wegen der Auswirkungen der MJO auf das tropische und extratropische Wettergeschehen sowie dessen Einfluss auf die globalen Zirkulationssysteme ist eine Berücksichtigung dieser vor allem für die Modellierung langfristiger Wettervorhersagen (Monat/Jahreszeit) von großer Bedeutung. Dabei bieten besonders die aktiven Phasen der Madden Julien Oszillation die Gelegenheit die numerische Wetter- bzw. Klimavorhersage zu verbessern.

Derzeit befindet sich die Madden Julien Oszillation in einer schwachen Phase, die nach aktuellem Stand der Vorhersage auch über die nächsten Wochen anhalten wird. Derzeit sind Kelvinwellenaktivitäten vor allem über dem Nordpazifik registriert. Die MJO-Phase hat entgegen den Indischen Ozean sowie den Westpazifik rasch überquert und soll nun weiter schwach ausgeprägt zusammen mit der Kelvinwellenaktivität in den Bereich der westlichen Hemisphäre erscheinen. Aufgrund der Intensität und Lokalität der MJO kann davon ausgegangen werden, dass diese derzeit kein Zusammenhang zu anderen Moden wie der tropischen Zyklonenaktivität oder der Rossby-Wellen besteht. In diesem Jahr konnten bisher auf zwei sehr aktive MJO-Phasen analysiert werden. Die erste Phase umfasste dabei den Zeitraum von Ende Januar bis Mitte März. Zum zweiten Mal verstärkte sich die MJO von Mitte Mai bis Ende Juni. Insgesamt zeigen die unterschiedlichen Größer zur Identifikation des MJO jedoch ein unklares Bild der MJO-Aktivität.

TALIM und DOKSURI: Fast vergessene Naturkatastrophen

Datum 15.09.2017

Im Schatten von IRMA ereignen sich in Ost- und Südostasien zwei Naturkatastrophen. Die starken Taifune TALIM und DOKSURI bedrohen Land und Leben.

Das Medienecho über Hurrikan IRMA verstummt nur langsam. Kein Wunder, wird doch erst nach und nach das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar. Die fast bedingungslose und ständige Aufmerksamkeit, die die Medien IRMA in den vergangenen Tagen schenkten, war nicht unverhältnismäßig. Was Stärke und Schadensausmaß angehen, war IRMA zumindest in der Karibik ein außergewöhnliches Ereignis. Im Schatten von IRMA ereignen sich nun allerdings zwei Naturkatastrophen, die fast gänzlich ohne Berücksichtigung durch die hiesigen Medien ihren Lauf nehmen. Die beiden starken tropischen Wirbelstürme TALIM und DOKSURI bedrohen zurzeit Land und Leben in Ost- und Südostasien.

Taifune, so nennt man die tropischen Wirbelstürme über dem nordwestlichen Pazifik, sind im Grunde das gleiche meteorologische Phänomen. Was Sturm und Regen angeht, entfalten sie ähnliche Wucht wie ihre "Verwandten" über dem Atlantik, richten sogar häufig weitaus größeren Schaden an, vor allem dann, wenn sie auf die teilweise armen Länder Südostasiens treffen. Das wirft natürlich die Frage auf, warum Taifune keine vergleichbare, intensive mediale "Betreuung" erfahren.

Es hat sicherlich viele Gründe. Naheliegend mag die Tatsache sein, dass "westliche" Medien bevorzugt auch über "westliche" Ereignisse berichten wollen. Taifune mögen zwar räumlich betrachtet nicht viel ferner sein als Hurrikane, kulturell-gesellschaftlich dann aber doch in einer völlig anderen, "östlichen Welt" liegen. Zudem verkaufen sich Berichte über Katastrophen sicher besser, wenn sie mit reichhaltigem, qualitativ hochwertigem Video- und Bildmaterial sowie persönlichen Schicksalsgeschichten "aufgepeppt" werden könnenp. So etwas ist in strukturschwachen Regionen Südostasiens natürlich häufig nicht in diesem Maße möglich.

Die Moralfrage soll an dieser Stelle natürlich nicht gestellt werden, vielmehr wollen wir nun den Blick gen Osten richten und die aktuelle Entwicklung rund um die beiden Taifune TALIM und DOKSURI beleuchten.

TALIM liegt als Kategorie-1-Taifun mit mittleren Windgeschwindigkeiten um 150 km/h und Böen über 250 km/h zurzeit noch mitten über dem Ostchinesischen Meer, nähert sich auf seinem Nordostkurs aber Japan. Die Modellberechnungen lassen keinen Zweifel, dass TALIM am Samstagabend auf die dicht besiedelte Insel Kyushu, im weiteren Verlauf höchstwahrscheinlich auch auf Shikoku und den Südwesten von Honshu treffen wird. Da sich der Wirbelsturm nicht mehr wesentlich abschwächen wird, muss dort mit Orkanböen teilweise über 200 km/h, sintflutartigen Regenfällen von lokal mehreren Hundert Litern auf den Quadratmeter und bei auflandigem Wind mit einer hohen Sturmflut gerechnet werden.

Gut 2000 Kilometer südwestlich befindet sich Taifun DOKSURI, der Freitagfrüh bereits als starker Kategorie-3-Taifun auf die Küste Vietnams traf. Er sorgt in diesen Stunden trotz deutlicher Abschwächung insbesondere im Bereich des nördlichen Küstenstreifens von Vietnam noch für Orkanböen über 120 km/h, heftigen Regen und eine Sturmflut. Am Samstag zieht DOKSURI weiter über Laos in den Norden Thailands. Dort wird neben Sturmböen ganz besonders der Regen zunehmend zu einem großen Problem, denn insbesondere in den Nord-Süd ausgerichteten Gebirgszügen von Laos können sich die Wolken so richtig schön stauen und abregnen. Mehrere Hundert Liter Regen pro Quadratmeter, Sturzfluten und Erdrutsche sind zu befürchten.

Ohne Frage: In den betroffenen Regionen besteht eine enorme Gefahr für Leib und Leben. Besonders in armen, strukturschwachen Regionen, wo kaum Informationsfluss stattfindet, möglicherweise sogar keine Evakuierungspläne existieren, trifft es die Menschen im Extremfall nahezu unvorbereitet. Es sind Naturkatastrophen, die nicht weniger schlimm sind als Hurrikan IRMA, auch wenn sie in dessen Schatten kaum Beachtung finden.

Zyklonale Westwetterlage mit Herbststurm

Datum 14.09.2017

Zyklonale Westwetterlagen sind typisch für unser mitteleuropäisches Klima. Zwischen hohem Luftdruck von den Azoren bis zum Mittelmeer und einer ausgedehnten Tiefdruckzone über dem Europäischen Nordmeer gelangt mit westlicher Strömung kühle und wolkenreiche Atlantikluft nach Zentraleuropa. Dabei verschärften sich in der ersten Wochenhälfte die Luftdruckgegensätze über dem Nordatlantik derart, dass uns - recht früh im Jahresverlauf - am gestrigen Mittwoch der erste Herbststurm der Saison ins Haus stand.

Der Jahresverlauf der Witterung in Mitteleuropa besteht aus einer Folge typischer Wettersituationen, den "Großwetterlagen". Diese ergeben sich aus weiträumigen Luftdruckverteilungen und den daraus resultierenden Strömungsmustern der beteiligten Luftmassen in Bodennähe sowie auch in den darüber liegenden Luftschichten.

Das Wetter selbst wird außerdem durch die Eigenschaften der in die Zirkulation einbezogenen Luftmassen dominiert. Es kann während der Andauer einer Großwetterlage an einzelnen Orten innerhalb des betrachteten Gebietes durchaus wechseln, der allgemeine Witterungscharakter bleibt jedoch erhalten.

Seit dem vorgestrigen Dienstag hat sich eine "zyklonale Westlage" (wissenschaftliche Abkürzung Wz) eingestellt, wobei "zyklonal" für "tiefdruckdominiert" steht. Zwischen hohem Luftdruck von den Azoren bis zum Mittelmeer und einer ausgedehnten Tiefdruckzone über dem Europäischen Nordmeer verläuft die Frontalzone, also der Übergangsbereich zwischen ursprünglich subtropischen Luftmassen im Süden und subpolaren Luftmassen im Norden, in einem weiten, äquatorwärts ausgeformten Bogen.

Mit kräftigen, im Mittel westlichen Winden, wird feuchte Atlantikluft herangeführt, die uns generell im Winter milde, im Sommer kühle Witterung beschert. Kein Wunder also, dass die Höchsttemperaturen in diesen Tagen in Deutschland von vielen Zeitgenossen als "kalt" empfunden werden. In die Strömung eingelagerte Tiefausläufer bringen außerdem zeit- und gebietsweise Niederschläge.

In diesem Falle besorgte uns die derzeitige Westwetterlage auch den ersten Herbststurm der Saison. Ein Polarluftausbruch aus der grönländischen Arktis verstärkte den bereits über dem europäisch-atlantischen Raum liegenden "Trog mit hoch reichender Kaltluft" derart, dass sich im korrespondierenden Bodendruckfeld aus einem zunächst unscheinbaren Randtief über dem Nordatlantik die Sturmzyklone SEBASTIAN entwickeln konnte. SEBASTIAN intensivierte sich rasch und zog mit seinem Kern (Luftdruck kleiner als 980 hPa) von den Britischen Inseln hinweg über die Nordsee nach Skandinavien.

Das südwestlich des Tiefdruckkerns liegende Sturmfeld überquerte uns im Wesentlichen am gestrigen Mittwoch, als in Deutschland vielerorts Sturmböen (Windstärke 9 Bft), an der See sowie im Bergland auch Orkanböen (Windstärke 12 Bft) registriert wurden. Mittlerweile liegt sein "schleifendes" Frontensystem in Südwest-Nordost-Richtung über dem Südosten Deutschlands und verursacht noch gebietsweise Dauerregen. Weiter nordwestlich bilden sich auf der Rückseite des Sturmtiefs in der nach Mitteleuropa einfließenden, labil geschichteten Meeresluftmasse polaren Ursprungs Schauer und "Kaltluftgewitter".

In der Abbildung hinter http://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/09/14.html finden Sie oben vom amerikanischen Vorhersagemodell GFS für Mittwoch, den 13.09.2017, 06:00 Uhr UTC, berechnete Analysen der geopotentiellen Höhe der die mittlere Troposphäre repräsentierenden 500-hPa-Hauptdruckfläche (schwarze Isopotentialen, Maßeinheit geopotentielle Dekameter, [gpdam]), des Bodendruckfeldes (weiße Isobaren in Hektopascal [hPa]) sowie der die Schichtdicke der unteren Troposphäre kennzeichnenden "relativen Topographie" H500-H1000 gpdam. Darunter wird die für denselben Termin vom Deutschen Wetterdienst manuell analysierte Bodenwetterkarte gezeigt.

Kugelige Blitze

Datum 12.09.2017

Die Natur hält immer wieder Besonderheiten für uns Menschen bereit und so gibt es im Zusammenhang mit Gewittern nicht nur gefährliche Begleiterscheinungen, sondern auch mysteriöse. Heute bringen wir Ihnen das Thema Kugelblitze näher.

Wenn Sie in Ihrem Leben während eines Gewitters schon einmal einen leuchtenden Ball langsam durch Ihr Haus haben springen sehen, gehören Sie zu den wenigen Menschen, die einen sogenannten "Kugelblitz" beobachten konnten. Dies ist eine sehr seltene, kaum erforschte und somit physikalisch unzureichend erklärte Leuchterscheinung. Häufig werden Kugelblitze in der Nähe von Gewittern oder unlängst nach einem Blitzschlag beobachtet. Augenzeugenberichten zufolge sind die meisten dieser Blitze von runder Gestalt mit einem Durchmesser von etwa 15 bis 50 Zentimeter, wodurch sie wohl auch ihren Namen erhielten. Manche können aber auch ei- bzw. stabförmig sein. Sie leuchten in verschiedenen Farben, wie grün, blau, rot und gelb. Meistens sind sie jedoch orange-rötlich. Die seltene Dokumentation von Phänomenen dieser Art lässt sich vermutlich durch ihre kurze Dauer erklären, denn häufig bestehen Kugelblitze nur für etwa zwei bis acht Sekunden, in wenigen Fällen über 30 Sekunden.

Kugelblitzen wird nachgesagt, die Fähigkeit zu besitzen, Mauern, Türen und Fenster unbeschadet zu durchdringen. Ein solcher Blitz kann in der Luft schweben, über den Boden rollen oder springen. Dies geschieht meist mit 2 bis 3 Metern in der Sekunde. Während sie manchmal geräuschlos verschwinden, löst sich die Erscheinung oft mit einem lauten Knall auf, der vorübergehend zu Hörschäden führen kann. Auch wenn zum Teil geschildert wird, wie ein Kugelblitz mit bloßer Hand zur Seite geschoben wurde, ohne dass es zu Verletzungen kam, sollte diese Lichterscheinung nicht berührt werden!

Das Auftreten von Kugelblitzen in der Nähe von Gewittern deutet darauf hin, dass diese Erscheinung in der Zusammensetzung oder der Herkunft nach elektrisch ist. Bis dato ist diese Art von Blitzen umstritten, da es an physikalischen Beweisen für deren Existenz mangelt und die bisherigen Aussagen zu Kugelblitzen auf Augenzeugenberichten beruhen. Jedoch werden diese Phänomene immer mehr akzeptiert, da es in jüngsten Laborexperimenten gelungen ist, leuchtende Plasmakugeln entstehen zu lassen, die dem Aussehen nach einem Kugelblitz ähneln. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie beim Max-Planck-Institut für Plasmaphysik.

Der Lebenslauf von Hurrikan "Irma"

Datum 11.09.2017

Im heutigen Thema des Tages soll ein erster meteorologischer Rückblick auf Hurrikan "Irma" geworfen werden, der derzeit noch große Teile von Florida im Griff hat.

Am kommenden Mittwoch wird der erste richtige Herbststurm für ordentlichen Wind in weiten Teilen von Deutschland sorgen. Windböen und Sturmböen stehen auf dem Programm. An der Nordsee und im höheren Bergland sind sogar orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis lokal 115 km/h möglich.

Vergleicht man die Windgeschwindigkeiten mit denen, die man auf den Höhepunkt der Entwicklung von Hurrikan "Irma" gemessen hat, dann wird schnell die Dimension dieser Naturgewalt klar. Der (einminütige) Mittelwind lag bei knapp 300 km/h, die Böen (wenige Sekunden) sicher noch darüber. Ermitteln kann man die Windgeschwindigkeiten abseits von Bodenmessungen übrigens mit der Hilfe von Flugzeugen. Diese Flüge werden von der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) durchgeführt. Dabei durchfliegt man den Hurrikan auf verschiedenen Flugstrecken mehrfach. Mit Messgeräten und Fallsonden werden somit die Werte des Hurrikans ermittelt.

"Irma" hat mittlerweile schon einen langen Lebensweg hinter sich gebracht. Bereits am 30. August hat sich das tropische System westlich der Kapverdischen Inseln gebildet. Auslöser dafür war wie so häufig ein größerer Gewittercluster, der sich entlang der sogenannten innertropischen Konvergenzzone über dem westlichen Afrika gebildet hat. Unter besten Bedingungen konnte sich diese Störung rasch zu einem Hurrikan entwickeln. Wichtige Voraussetzungen sind hohe Wassertemperaturen (>26 Grad bis etwa 50 m Tiefe), hohe relative Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre sowie wenig Änderungen des Windes mit der Höhe (vertikale Windscherung). Damit sich ein gegen den Uhrzeigersinn drehender Hurrikan (Nordhalbkugel!) entwickeln kann, ist es zudem notwendig, dass der Ursprung ausreichend weit vom Äquator entfernt liegt (mindestens 500 km). Sonst würde die notwendige und durch die Erdrotation hervorgerufene Corioliskraft fehlen.

Fortan trat "Irma" seinen langen Weg nach Westen über den atlantischen Ozean an und wurde bereits am 31. August als Kategorie2 Hurrikan eingestuft und kurz darauf mit der Stärke 3 bedacht. Am 04. September erreicht "Irma" schließlich Kategorie 4 und einen Tag später Kategorie 5. Diese Stärke behielt der Hurrikan über zweieinhalb Tage lang bis zum 08. September bei. Damit gehört "Irma" zu den am längsten als Kat5 eingestuften Systemen im Atlantik. Der Höhepunkt der Entwicklung mit den oben beschriebenen Winden und einem Kerndruck von 914 hPa war der 06.September. Zum Vergleich: Das Sturmtief, das am Mittwoch für Deutschland vorhergesagt ist, wird mit einem Kerndruck von etwa 980 hPa prognostiziert.

Mit diesen Windgeschwindigkeiten ist "Irma" der stärkste atlantische Hurrikan, der jemals östlich vom Golf von Mexiko und nördlich der Karibik gemessen wurde. Hurrikan Allen (1980) im Golf von Mexiko war nur wenig stärker mit etwas über 300 km/h Mittelwind. Mit voller Stärke traf "Irma" am 06. September erstmals auf Land und hat auf den Leeward Islands ("Inseln unter dem Winde") für weitreichende Zerstörung und auch Todesopfer gesorgt. Damit gehört der Hurrikan zu den stärksten, die jemals auf Land getroffen sind. Nur die Philippinen im Pazifik haben dies 2013 mit Taifun Haiyan und 2016 mit Taifun Meranti noch übertroffen.

Im weiteren Verlauf zog "Irma" weiter westwärts, tangierte Hispaniola und traf schließlich über dem nördlichen Kuba kurzzeitig an Land. Dieser Landgang schwächte den Hurrikan durch das fehlende Meerwasser als Energiequelle und die erhöhte Bodenreibung deutlich zu einem System der Stärke 3 ab. Wäre "Irma" nur wenig weiter nördlich gezogen und hätte sich damit nicht so stark abgeschwächt, wären die jetzt schon weitreichenden Schäden für Florida noch weitaus heftiger ausgefallen!

Am gestrigen 10. September drehte "Irma" schließlich auf Nord-Nordwestkurs ein, überquerte die vorgelagerten Inseln (Florida Keys) und befindet sich aktuell nach erneutem Landgang direkt über Florida. Dabei hat er sich deutlich abgeschwächt (derzeit noch Kat1) sorgt aber noch für ordentlich Wind und viel Regen.

Gemessen wurden Windgeschwindigkeiten in Böen über 190 km/h (National Key Deer). In Key West gab der Windmesser bei über 140 km/h seinen Geist auf. Es ist durchaus denkbar, dass auch noch höhere Windgeschwindigkeiten aufgetreten sind. Außerdem ist die Dimension des Hurrikans zu erwähnen. Das Windfeld hatte und hat einen sehr großen Radius, sodass nahezu über der gesamten Halbinsel von Florida Böen in Orkanstärke gemessen wurden. Neben dem Wind und den heftigen Regenfällen sorgt vor allem die Sturmflut für große Probleme. Die nur wenig über dem Meeresspiegel liegenden Regionen entlang der Küsten wurden großflächig überflutet.

Es ist beeindruckend, dass schon eine Woche vorher die Zugbahn von den Wettermodellen in etwa so vorhergesagt wurde, wie sie nun eingetreten ist. Während die Intensitätsvorhersage noch größere Schwierigkeiten birgt, lässt sich die Zugbahn also schon lange im Voraus ziemlich gut prognostizieren und es können entsprechende Vorkehrungen vorab getroffen werden.

Dies kann nur eine erste grobe Zusammenfassung sein. Im Netz finden sich zahlreiche weitere Informationen, insbesondere über die Auswirkungen. Am Mittwoch können Sie in einigen Regionen Deutschlands erleben, wie kräftig sich allein schon Sturmböen anfühlen. Vielleicht bekommt man dann ein Gefühl dafür, welch heftigen Wind "Irma" hervorgebracht hat - ein Hurrikan für die Geschichtsbücher.

Was uns im September so blühen kann ...

Datum 10.09.2017

Im Rahmen der Reihe "Was uns im (Monat) so blühen kann" steht der September noch aus. Schließlich soll die Reihe Sie dabei unterstützen, die heutzutage nahezu alltäglichen Wettersensationen im Rahmen der bisherigen Wetterextrema einzuordnen.

(Rückblicke und Hurrikan "Irma" haben dafür gesorgt, dass das Thema des Tages am heutigen Sonntag leider erst "verspätet" zu Ihnen kommt.)

In der Natur geht es noch ziemlich bunt zu, denn es gibt zahlreiche Herbstblüher. Manche, wie z.B. die Herbstanemone tragen die Jahreszeit bereits im Namen, andere bekannte Blüher sind die Aster oder die Dahlie.

Rein kalendarisch bzw. astronomisch gesehen ist der September in etwa mit dem März zu vergleichen. Die Tag- und Nachtgleiche befindet sich um den 21. des jeweiligen Monats. Vom Sonnenstand her sind die letzte Septemberdekade (21-30.09) und die zweite Märzdekade (11-20.03) miteinander vergleichbar. Wie wir hier schon öfter lesen konnten, führt das erwärmte Meereswasser und der hohe Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zu wesentlich milderem Wetter im September. Während in der zweiten Märzdekade die höchsten jemals gemessenen Werte um 20 Grad lagen, mit Werten bis 25 Grad am Oberrhein, gab es in der letzten Septemberdekade noch örtlich Werte um 30 Grad. Bei den Tiefstwerten sieht es ähnlich aus: Verbreitet gab es Ende März schon mal Tiefstwerte um -10 Grad, Ende September sind deutschlandweit Minima unter -1 Grad die Ausnahme. Soweit also der Vergleich der beiden astronomisch gleichen Zeiträume. Von den Temperaturen her entspricht der September eher dem Mai.

Nun zu den Septemberwerten im Einzelnen: Höchstwerte um 30 Grad hat es insbesondere Anfang September noch häufiger gegeben. Selbst zur Monatsmitte, und da ist der 13. September 2016 hervorzuheben, kann es verbreitet noch 30 Grad heiß werden. Gegen Monatsende allerdings ist das ein eher ungewöhnliches Ereignis. Die deutschlandweit mittleren Maxima im Zeitraum seit 1960 sinken von anfangs 20 auf etwa 16 Grad zum Monatsende.

Nachts wird es im Verlauf des Monats nur wenig kühler, die mittleren Minima sinken von 11 auf 8 Grad. Einerseits wurden schon Tropennächte mit Tiefstwerten über 20 Grad verzeichnet, überwiegend entlang des Rheins, andererseits steigt das Frostrisiko im Verlauf des Septembers deutlich an. Sind zu Monatsbeginn frostige Minima noch eine große Rarität, so haben gegen Monatsende etwa 50 % aller Stationen schon mal Väterchen Frost zu Gesicht bekommen. Bis herab auf -4 Grad sank dabei die Alkoholsäule. Eine Schneedecke wurde gegen Monatsende ganz vereinzelt schon aufgezeichnet, insbesondere in den höher gelegenen Niederungen Württembergs und Bayerns, zum Beispiel in Ulm und München.

Im September macht sich bei dem Sonnenschein erstmals die neblige Saison bemerkbar, denn bei den sonnenscheinreichsten Orten erscheinen zunehmend höher gelegene Bereiche, die in den Sommermonaten durch Quellwolken eher zu den beschatteten gehörten. Insbesondere die Schwäbische Alb profitiert davon. Mit 188 Stunden ist Pfullendorf, etwas südlich der schwäbischen Alb im Linzgau gelegen, die Station mit dem höchsten Monatsmittel des Sonnenscheins. Die in Deutschland gemessenen Sonnenstunden liegen etwa zwischen 20 und 320 Stunden.

Mit Niederschlägen, im Regelfall in flüssiger Form, muss man natürlich rechnen. Der September mit den normalerweise geringen Luftdruckgegensätzen sollte eigentlich ein recht trockener Monat sein, aber die anfangs noch häufigeren Schauer und Gewitter füllen zunächst die Niederschlagstöpfe. Dadurch wird der September zu einem Monat, der dem Zwölftel des Jahresniederschlags sehr nahe kommt. In den Niederungen wurden bis zu 250 mm, in Staulagen und auf den Bergen bis zu 500 mm erreicht. Im September 1959 war es fast in ganz Deutschland nahezu niederschlagsfrei.

Dreifaches Ungemach - Irma, Jose und Katia

Datum 08.09.2017

Über dem Atlantik, inklusive des Golfs von Mexiko, treiben aktuell (Freitagvormittag, 08.09.2017) drei Hurrikans ihr Unwesen: Irma, Jose und Katia. Alle drei Hurrikans bedrohen Land und bringen zum Teil extreme Gefahren und Zerstörungspotenzial mit sich. Hurrikan Irma hat in den vergangenen Tagen bereits mehrere Rekorde gebrochen.

Irma wurde am 30. August noch weit draußen auf dem Atlantik westlich der Kapverden "geboren". Nur wenig später erreichte Irma auf ihrem Weg nach Westen Hurrikanstatus und verstärkte sich vor den Kleinen Antillen auf die höchste Kategorie 5, die sie seitdem ohne Unterbrechung innehatte. Mit einer Intensität von bis zu 285 km/h Mittelwind und stärkeren Böen zog Irma über einige Inseln der Kleinen Antillen hinweg, mit den entsprechenden Schäden und leider auch einigen Todesopfern. Auf ihrem weiteren Weg nach Nordwesten richtete Irma auch auf Puerto Rico und Hispaniola Schäden an. Aktuell (Stand: Freitag 10 Uhr) bewegt sich Irma im Bereich der Bahamas Richtung kubanische Küste fort und soll kurz vor deren Erreichen nordwärts Richtung Südflorida weiterziehen. Diese Zugbahn ist sehr sicher. Irma hat sich mittlerweile leicht abgeschwächt, sofern man dies bei den weiterhin extremen Winden überhaupt so sagen kann bzw. möchte. Eine weitere leichte Abschwächung auf dem Weg Richtung Florida ist wahrscheinlich, sodass derzeit ein Auftreffen als Sturm der Kategorie 4 als das wahrscheinlichste Szenario gilt.

Das Sturmfeld von Irma hat in den vergangenen Tagen deutlich an Größe gewonnen. Selbst in einer Entfernung von 120 Kilometer vom Zentrum Irmas treten noch Winde in Hurrikanstärke auf, Winde in Sturmstärke (63 km/h im 1-minütigen Mittel) werden sogar bis zu 295 km entfernt vom Zentrum noch erwartet. Auf ihrem Weg nach Südflorida bringt Irma bis Sonntagabend bis zu 500 Liter Regen pro Quadratmeter (l/qm) mit dem Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen. Neben dem Regen und dem Sturm bilden Sturmfluten eine sehr große Gefahr. Auf den südlichen und zentralen Inseln der Bahamas können diese bis zu 6 m über den normalen Pegelständen erreichen!

Im Folgenden einige Rekorde von Irma mit Stand Freitagfrüh:

Höchste Windgeschwindigkeit außerhalb des Golfs von Mexiko und der Karibik mit 295 km/h (gilt für den Atlantik)

Geteilter 2. Platz mit Florida Keys (1935) und Gilbert (1988) für die höchste Windgeschwindigkeit von 295 km/h, Rekordhalter ist Allen (1980) mit 305 km/h.

Windgeschwindigkeiten von 295 km/h für 37 Stunden, bisheriger Rekordhalter war Haiyan im Nordwestpazifik mit 24 Stunden

Niedrigster Luftdruck (914 hPa) außerhalb der westlichen Karibik und des Golfs von Mexiko

Bislang knapp drei Tage durchgehend Hurrikan der Kategorie 5, Rekord seit Beginn der Satellitenbeobachtung (seit 1966 ) Stärkster Hurrikan mit "landfall" in den sogenannten "leeward islands" - nördliche Antillen - mit 295 km/h, bisheriger Rekord 260 km/h

Hurrikans JOSE und KATIA

Doch als wäre Irma alleine nicht schon genug, gibt es noch zwei weitere Hurrikans derzeit. Hurrikan Jose bewegt sich als Wirbelsturm der Kategorie 3 momentan auf sehr ähnlicher Zugbahn wie vor einigen Tagen Irma auf dem Atlantik. Er bewegt sich in Richtung nördliche Antillen und wird diesen geschundenen Inseln am späten Samstag zumindest Winde in Sturmstärke bescheren, bevor er vorerst nordwärts abdreht und kein weiteres Land bedroht. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Jose im späteren Verlauf des Monats noch einmal verstärkt in Erscheinung tritt, denn die längerfristige Zugbahn ist noch sehr unsicher.

Ein weiterer Hurrikan, Katia, befindet sich im westlichen Teil des Golfs von Mexiko und zieht langsam auf die mexikanische Küste zu und soll diese in der Nacht zum Samstag Mitteleuropäischer Zeit erreichen. Derzeit noch als Sturm der Kategorie 1 geführt, soll sich Katia verstärken und zumindest Kategorie 2, wenn nicht sogar 3 erreichen. Durch die langsame Zuggeschwindigkeit geht die größte Gefahr von den immensen Regenfällen aus, die sich lokal bis Sonntag auf bis zu 750 l/qm aufsummieren können. Auf ihrem Weg ins mexikanische Landesinnere soll sich Katia, ihrer Energiequelle, dem warmen Meerwasser beraubt, rasch abschwächen.

Aktuelle Informationen zu den drei Hurrikans liefert das National Hurricane Center in den USA (NHC) unter folgender Adresse: http://www.nhc.noaa.gov/

Windige Zeiten

Datum 07.09.2017

Über dem Atlantik und Skandinavien geben sich in den kommenden Tagen Tiefdruckgebiete die "Klinke in die Hand". Eines nach dem anderen zieht nördlich von uns gen Osten und sorgt für windige, teils sogar stürmische Zeiten in Deutschland. Von Altweibersommer sind wir weit entfernt.

Im Thema des Tages vom gestrigen Mittwoch wurde auf den sehr starken und extrem gefährlichen Hurrikan IRMA in der Karibik eingegangen, dieser zieht zwar auch am heutigen Donnerstag unverändert stark seine Kreise, im Thema des Tages widmen wir uns aber dem Wetter bei uns vor Ort.

Beim Blick auf die heutige Karte der Luftdruckverteilung über Europa und dem Ostatlantik erkennt man gleich eine Vielzahl an Tiefdruckgebieten, die für anhaltende Südwest- bis Westwinde über Deutschland sorgen. Über der südlichen Ostsee liegt das Tiefdruckgebiet PERRYMAN II, das unser gestriges Wetter ausgesprochen windig gestaltete. An dieser Stelle sei ein kleiner Rückblick auf die Spitzenböen des Mittwochs gestattet. Am windigsten war es, vom Brocken mit 100 km/h einmal abgesehen, an der Nordseeküste. Dort wurden verbreitet 62 bis 90 Kilometer pro Stunde (Bft 8 bis 9) gemessen, örtlich wie an der Station Leuchtturm Alte Weser mit 94 km/h sogar schwere Sturmböen, also Bft 10. Aber nicht nur an der Küste, auch im Binnenland war es insbesondere in Verbindung mit Schauern und Gewittern windig oder stürmisch. Im Norden, Nordosten und der Mitte Deutschlands wurden verbreitet starke Böen, gebietsweise auch stürmische Böen registriert. In Hannover gab es mit 77 km/h sogar eine waschechte Sturmböe (Bft 9). Etwas niedriger waren die Windgeschwindigkeiten in Süddeutschland, für starke Böen reichte es aber dennoch stellenweise.

Dies führte zu einer deutlich überdurchschnittlichen Stromerzeugung durch Windkraft. Zum Höhepunkt am Nachmittag um 16 Uhr wurden rund 26,6 Gigawatt durch Windkraft erzeugt, dies entsprach nach vorläufigen Zahlen knapp 37 % des zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Stromverbrauchs.

Beim weiteren Studium der Luftverteilung fallen zwei Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik ins Auge, eines nordöstlich von Island mit dem Namen PERRYMAN I und ein anderes zwischen Island und den Britischen Inseln, getauft als QUASIMODO. Eben dieses letztgenannte Tief ist es, welches uns nach kurzer Beruhigung am heutigen Donnerstag bereits am morgigen Freitag wieder eine Windzunahme beschert. Betroffen hiervon sind vor allem die Westhälfte Deutschlands sowie die Nord- und Ostseeküste. Verbreitet muss mit starken Böen, exponiert, sowie in höheren Lagen und an den Küsten mit stürmischen Böen gerechnet werden.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle die nur langsam vorankommende Kaltfront von QUASIMODO, die im Westen des Landes für teils anhaltende Regenfälle sorgt, welche vor allem in den Südweststaulagen der Mittelgebirge zu 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden führen. Örtlich können auch noch etwas größere Regenmengen bis Samstagvormittag zusammenkommen.

Größere Fragezeichen gibt es noch für die Windentwicklung am Samstag. Einige Modelle zeigen eine deutliche Beruhigung, es gibt aber auch Modellösungen, die besonders in der Nordwesthälfte weiterhin beste Bedingungen für Drachenflieger zeigen. Am Sonntag besteht dann wieder Einigkeit, dass wir von starken Böen verschont bleiben. Doch schon zum Wochenbeginn nimmt die Isobarendrängung mit Annäherung eines neuen atlantischen Tiefdruckgebiets wieder zu. In der Westhälfte und an der Nordsee kommt es dann wahrscheinlich wieder zu stürmischen Böen. Der Blick auf die mittelfristige Wetterentwicklung zeigt keine durchgreifende Wetteränderung. Vom Altweibersommer ist nichts zu sehen, stattdessen dominieren weiterhin kräftige Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen in Deutschland.

Hurrikan IRMA

Datum 06.09.2017

IRMA ist nach zwölf "Tropischen Tiefdruckgebieten" und zehn "Tropischen Stürmen" der vierte Hurrikan, und nach HARVEY der zweite schwere Hurrikan (Kategorie 3+) der Atlantischen Saison 2017. Außerdem ist er seit sieben Jahren der erste Hurrikan, dessen Ursprungsgebiet sich im östlichen Atlantik (östl. von 35° westl. Länge) befindet. Heute früh hatte der "Kategorie-5-Hurrikan" bei einem Kerndruck von 914 hPa in Böen Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Knoten (ca. 360 km/h). Damit ist IRMA bedeutend stärker als HARVEY.

Hurrikane, die tropischen Wirbelstürme des Atlantiks und des nordöstlichen Pazifiks, sind Tiefdrucksysteme mit geschlossener Zirkulation des Windes um das Druckminimum und organisierter Vertikalbewegung feucht-warmer Luftmassen, die mit schweren Regenfällen und Gewittern einhergeht. Dabei hält die frei werdende Kondensationswärme rund um das Zentrum die Systeme "am Leben". Infolge der Corioliskraft rotieren Hurrikane stets "zyklonal", d.h. auf der Nordhalbkugel entgegen dem Uhrzeiger. Die auf relativ kleinem Raum herrschenden großen Luftdruckunterschiede bewirken enorme Windgeschwindigkeiten.

Tropische Wirbelstürme im Allgemeinen entstehen - nomen est omen - über den tropischen, ggf. auch subtropischen Meeren. Nur dort gibt es genug latente Energie und hinreichend "glatte" Oberflächen. Denn eine hohe Bodenreibung würde den Ausgleich von Luftdruckgegensätzen fördern und damit das "Auffüllen und Absterben" von Tiefdruckwirbeln beschleunigen. Weiterhin benötigen sie die Corioliskraft, ohne die bestehende Luftdruckunterschiede ebenfalls rasch ausgeglichen würden und sich Wirbel gar nicht erst formen könnten. Auch die vertikale Windscherung muss sich in Grenzen halten, um einen gerade entstandenen, jungen Wirbel nicht gleich zu zerreißen.

Folglich sind im Falle der Hurrikane die Zonen im Atlantik sowie im Ostpazifik zwischen etwa 5° und 30° nördlicher Breite, mit Wassertemperaturen (Sea Surface Temperature - SST) von mindestens 26 °C, als Ursprungsgebiete relevant. Die Bildung und weitere Existenz eines tropischen Wirbelsturmes ist energetisch betrachtet nichts anderes als der Ausgleich des Wärmeüberschusses, der sich in den unteren Atmosphärenschichten staut. Um diesen "Ausbruch von Energie" zu ermöglichen, muss großflächig Konvektion ausgelöst werden.

Dazu ist wiederum Luftdruckfall notwendig, den meistens die innertropische Konvergenzzone liefert. Sie bewirkt Wellenbildungen an der äquatorialen Seite der subtropischen Hochdruckgebiete. Diese "tropischen Wellen" (engl. Easterly Waves) sind ovale bis längliche, meridional orientierte Gebiete tieferen Luftdruckes, wandern aufgrund der Passatströmung nach Westen und sind sozusagen das erste Entwicklungsstadium tropischer Wirbelsturmsysteme. Die zum gerade entstehenden Tiefdruckzentrum strömenden Luftmassen werden von der Corioliskraft abgelenkt und rotieren um den Kern mit dem tiefsten Luftdruck. Sofern die o.g. Bedingungen weiterhin bestehen oder sich sogar verbessern, kann sich die tropische Zyklone intensivieren. Wenn sie schnell genug rotiert zeigt sich das legendäre "Auge des Wirbelsturmes", der zentrale, windschwache Bereich mit absinkender Luft und Bewölkungsauflösung.

Atlantische Hurrikane entstehen meist aus den oftmals bereits über Nordwest- bzw. Westafrika angeregten Easterly Waves an der Südflanke des Azorenhochs. Sie werden im Allgemeinen auch durch das Azorenhoch "gesteuert" und bewegen sich bei vollständigem Lebenszyklus ohne "Landfall" idealerweise auf nach Osten geöffneten Parabeln. In ihrem jugendlichen Entwicklungsstadium ziehen Hurrikane mit etwa 10 Knoten (knapp 19 km/h) Verlagerungsgeschwindigkeit auf dem äquatorialen, also südlichen Ast der Parabel in westlicher bis nordwestlicher Richtung. Während des Reifestadiums im Scheitelbereich der Parabel liegt das steuernde Azorenhoch dann weit in östlicher Richtung und die Wirbel verlangsamen sich gewöhnlich auf etwa 5 Knoten. Hier erreichen sie ihre größte Intensität und schlagen gewöhnlich einen nördlichen Kurs ein, neigen aber u.U. zu abrupten Richtungsänderungen.

Der Lebenszyklus von Hurrikan IRMA begann in den Tagen um den 25. August 2017 als tropische Welle über Westafrika, die sich stetig intensivierte und am 30. August mit einer Position westlich der Kapverdischen Inseln vom amerikanischen National Hurricane Center (NHC in Miami, Florida) zum tropischen Sturm IRMA deklariert wurde. Innerhalb eines weiteren Tages verstärkte sich IRMA rapide vom schweren tropischen Sturm zum Hurrikan, dessen Intensität in den folgenden Tagen bei fortschreitender Bewegung in westlicher Richtung zwischen den Kategorien 2 und 3 auf der Saffir-Simpson-Skala schwankte. Damit ist IRMA ein klassischer Hurrikan vom "Kap-Verde-Typ". Vorgestern noch mit Kategorie 4 bewertet, erfüllt IRMA seit dem gestrigen 5. September die Kriterien für die höchste Hurrikan-Kategorie 5.

Heute früh um 06:00 Uhr UTC folgte der "Kategorie-5-Hurrikan" IRMA mit 13 Knoten weiterhin einem Westnordwestkurs und hatte bei einer Position von 17,7° nördlicher Breite und 61,8° westlicher Länge einen Kerndruck von 914 hPa und mittlere Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Knoten (circa 295 km/h, "1-min-sustained-wind-speed" laut Definition des NHC). In Böen dürften es bis zu 195 Knoten (circa 360 km/h) gewesen sein. Damit ist IRMA bedeutend stärker als HARVEY (Kategorie 4) und der stärkste atlantische Hurrikan außerhalb des Golfs von Mexiko und des Karibischen Meeres seit Beginn der Aufzeichnungen.

Hurrikan IRMA gelangt nun allmählich in den Scheitelbereich seiner parabelförmigen Zugbahn, vermutlich nimmt er einen westnordwestlichen Kurs entlang der Küsten der Großen Antillen um voraussichtlich am Sonntag Florida anzusteuern. Bereits jetzt sind die nördlichen Inseln der Kleinen Antillen (engl. "Leeward Islands") von IRMAs Sturmfeld und sintflutartigen Regenfällen betroffen. Einen Überblick über die prognostizierte Zugrichtung und die Warnsituation in den betroffenen Gebieten, basierend auf dem Kenntnisstand von heute früh, 06:00 Uhr UTC, liefert die vom National Hurricane Center herausgegebene Graphik im unteren Teil der Abbildung.

Im oberen Teil der Abbildung finden Sie ein infrarotes Satellitenbild (GOES-E 10,8 µm) des Hurrikans IRMA vom Mittwoch, den 06.09.2017, 06:00 Uhr UTC. Ergänzt wurde die Aufnahme durch Berechnungen des Geopotentials der 500-hPa-Hauptdruckfläche (fette rote gestrichelte Linien) sowie der Windgeschwindigkeit (farbige Isotachen in Knoten, engl. [kt], 1 Knoten = 1,852 km/h) des ICON-Vorhersagemodells des Deutschen Wetterdienstes. Die Windpfeile signalisieren neben dem Betrag der Windgeschwindigkeit die zyklonale Rotation des Wirbels. Außerdem sind in den schwarzen Kästchen die Meeresoberflächentemperaturen (SST) eingetragen. Man beachte die unterschiedlichen kartographischen Projektionen beider Darstellungen.

Wettervorhersage bei MeteoSchweiz: Ein kurzer Einblick

Datum 05.09.2017

Im Rahmen eines DWD-Austauschprogramms hatte die Verfasserin des heutigen "Thema des Tages" die Chance, vier Wochen lang den Kollegen des nationalen Wetterdienstes der Schweiz bei ihrer Arbeit über die Schulter zu "luege".

Beim nationalen Wetterdienst der Schweiz MeteoSchweiz arbeiten ca. 350 Mitarbeiter, was im Vergleich zu den ca. 2500 Beschäftigten beim Deutschen Wetterdienst zunächst recht überschaubar klingt. Aber wie heißt es so schön? "Alles ist relativ" - und das trifft wohl auch hier zu, wenn man die ebenfalls recht überschaubare Größe der Schweiz bedenkt, die flächenmäßig noch etwas kleiner ist als Niedersachsen. Von den 350 Mitarbeitern erstellen ca. 40 Prognostiker (so werden die Vorhersage-Meteorologen genannt) Wettervorhersagen und -warnungen für die Schweiz an drei verschiedenen Standorten (Zürich, Genf und Locarno).

Ähnlich wie beim Deutschen Wetterdienst, wo es zweimal täglich Telefonkonferenzen zwischen der Zentrale in Offenbach und den Außenstellen in Hamburg, Potsdam, Leipzig, Essen, Stuttgart und München gibt, um sich bzgl. der erwarteten Wetter- und Warnlage abzusprechen, erfolgen solche Abstimmungsgespräche auch bei MeteoSchweiz. Dabei klingt nach einem "Grüezi" aus Zürich ein "Bonjour" aus Genf und ein "Buongiorno" aus Locarno ins Telefon, denn jeder Prognostiker spricht und schreibt in seiner Sprache. Da (neben Rätoromanisch) Deutsch, Französisch und Italienisch offizielle Landessprachen sind und auch die Homepage www.meteoschweiz.ch auf diesen drei Sprachen (plus Englisch) verfügbar ist, bedeutet das natürlich viel Übersetzungsarbeit: Beispielsweise schreibt der Meteorologe aus Genf den Vorhersagetext für die Westschweiz auf französisch, der anschließend vom Kollegen in Zürich auf deutsch und vom Kollegen in Locarno auf italienisch übersetzt wird.

Grundsätzlich arbeiten die Prognostiker der MeteoSchweiz ähnlich wie wir Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst um Vorhersagen zu erstellen, beispielsweise schauen wir auf die gleichen meteorologischen Parameter und benutzen dasselbe meteorologischen Arbeitsplatzsystem NinJo. Es gibt aber auch einen wesentlichen Unterschied: So sind die Meteorologen in Zürich seit ein paar Jahren sowohl für die Aviatik, als auch für die breite Öffentlichkeit zuständig, während das beim Deutschen Wetterdienst zwei getrennte Verantwortungsbereiche sind.

Auch fachlich bzw. meteorologisch gibt es Unterschiede, denn Wetter und Klima in der Schweiz sind stark durch die Alpen bestimmt, die als markante Wetter-/Klimascheide zwischen der Nord- und der Südschweiz wirken. Das mediterrane Klima der Südschweiz unterscheidet sich von dem des Nordens vor allem durch deutlich mildere Winter. Das Hochgebirge schirmt die inneralpinen Täler gegen Niederschlagsaktivitäten sowohl aus Norden als auch aus Süden ab. Neben der auch bei uns typischen Westströmung sind in der Schweiz die Bise sowie Nord- und Südföhn typische Wetterlagen.

Wenn Sie das nächste Mal in unserem schönen Nachbarland sind und wissen möchten, ob Sie sich über Föhn freuen können oder doch eher Gummistiefel und Regenjacke angebracht sind, schauen Sie doch mal in die MeteoSchweiz-App. Die wurde übrigens von derselben Firma wie die WarnWetter-App des DWD entwickelt. Und wer hat's erfunden? Die Schweizer!

Deutschlandwetter im Sommer 2017

Datum 03.09.2017

Die wärmsten, trockensten und sonnigsten Orte in Deutschland. Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Sommer 2017* 1. Platz Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) 21,0 °C Abweich. +2,3 Grad 2. Platz Ohlsbach (Baden-Württemberg) 20,6 °C Abweich. +3,1 Grad 3. Platz Lahr (Baden-Württemberg) 20,6 °C Abweich. +1,9 Grad

Besonders kalte Orte im Sommer 2017* 1. Platz Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 14,1 °C Abweich. +1,9 Grad 2. Platz Carlsfeld (Sachsen) 14,7 °C Abweich. +2,5 Grad 3. Platz Schierke (Sachsen-Anhalt) 14,8 °C Abweich. +1,7 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Sommer 2017** 1. Platz Kreuth-Glashütte (Bayern) 797,6 l/m² 108 Prozent 2. Platz Balderschwang (Bayern) 782,1 l/m² 101 Prozent 3. Platz Jachenau-Tannern (Bayern) 742,1 l/m² 114 Prozent

Besonders trockene Orte im Sommer 2017** 1. Platz Heinsberg-Schleiden (Nordrhein-Westfalen) 142,1 l/m² 69 Prozent 2. Platz Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) 149,1 l/m² 90 Prozent 3. Platz Bedburg-Weiler Hohenholz (Nordrhein-Westfalen) 157,9 l/m² 77 Prozent

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Sommer 2017** 1. Platz Passau-Fürstenzell (Bayern) 830 Stunden 126 Prozent 2. Platz Gottfrieding (Bayern) 823 Stunden 120 Prozent 3. Platz Elsendorf-Horneck (Bayern) 791 Stunden 114 Prozent

Besonders sonnenscheinarme Orte im Sommer 2017** 1. Platz Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 472 Stunden 92 Prozent 2. Platz Bückeburg (Niedersachsen) 482 Stunden 89 Prozent 3. Platz Braunlage (Niedersachsen) 484 Stunden 85 Prozent

oberhalb 920 m NN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

* Jahreszeitmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt (int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen Jahreszeitwertes zum vieljährigen Jahreszeitmittelwert der jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:

Einen ausführlichen Jahreszeitenüberblick für ganz Deutschland und alle Bundesländer finden Sie im In-ternet unter www.dwd.de/presse.*

 

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